Der VfB Stuttgart möchte noch den direkten Klassenerhalt schaffen. Für dieses Ziel benötigt er starke Leistungen. Einigen Spielern traut Trainer Markus Weinzierl das offenbar nicht zu.

 

 

Insgesamt 27 Spieler umfasst der Kader des VfB Stuttgart. Die Winter-Neuzugänge Ozan Kabak, Alexander Esswein und Steven Zuber haben ihren Platz bereits gefunden und spielen eine wichtige Rolle in den Planungen von Trainer Markus Weinzierl. Es gibt aber auch Akteure, die nicht mehr zum Zug kommen und inzwischen beinahe in Vergessenheit geraten sind.

Zu diesen Spielern zählt auch der ehemalige Nationalspieler Holger Badstuber. Der Vertrag des Innenverteidigers läuft zwar noch bis 2021, wenn sich im Sommer jedoch ein Abnehmer findet, darf der 30-Jährige gehen. Während die Verpflichtung von Badstuber nach dem Aufstieg im Sommer 2017 noch als Coup betitelt wurde, ist er nun nicht mehr als ein Bankdrücker, der einige Zeit noch nicht einmal im Kader stand. Das könnte auch daran liegen, dass er sich schnell mit einem Transfer zu einem Champions-League-Teilnehmer beschäftigt hat. Das kam nicht gut an. Anschließend ließen auch die Leistungen des Verteidigers nach, der zunehmend in den Hintergrund und aus dem Kader rutschte. Ein Comeback bei den Schwaben ist wohl kaum denkbar.

Ähnlich geht es derzeit auch dem Flügelspieler Erik Thommy. Der 24-Jährige wurde im Winter 2018 vom FC Augsburg verpflichtet und integrierte sich schnell. Es folgten einige Einsätze und starke Leistungen. Markus Weinzierl ist von den Leistungen des Ulmers aber scheinbar nicht überzeugt und ist der Meinung, dass es in der momentanen Taktik der Stuttgarter keinen Platz für ihn gäbe. In den vergangenen zehn Partien stand er lediglich 161 Minuten auf dem Platz. Gut möglich, dass die Zusammenarbeit mit Thommy daher im kommenden Sommer enden könnte. Sein Arbeitspapier bindet ihn eigentlich noch bis 2022 an den VfB.

Auch sein Teamkollege Pablo Maffeo hat noch einen Kontrakt bis 2023. Der Verteidiger spielt aber ebenfalls keine Rolle. Grund dafür sind nicht nur seine schwachen Leistungen. Offenbar habe sich der 21-Jährige bei seinen Teamkollegen über seine derzeitige Situation bei den Schwaben massiv beschwert und davon gesprochen, dass er zeitnah zu einem anderen Club wechseln wolle. Dabei kam Maffeo erst im Sommer an den Neckar. Die Verpflichtung des Spaniers von Manchester City haben sich die Stuttgarter auch einiges kosten lassen.

Mit einer Ablösesumme von etwa zehn Millionen Euro war er sogar der neue Rekordtransfer des Bundesligisten – ausgezahlt hat er sich jedoch nicht. Nur neun Einsätze stehen in dieser Spielzeit zu Buche. Seit dem zwölften. Spieltag stand er keine Minute mehr auf dem Platz. Auch bei ihm ist an ein Comeback erst mal nicht zu denken.

Genauso unzufrieden mit seiner Rolle ist Verteidiger Borna Sosa. Diese Unzufriedenheit drückte er während der Länderspielpause in einem Interview mit einer kroatischen Zeitung aus. Für seine öffentliche Kritik kassierte der Sommerneuzugang von Manager Thomas Hitzlsperger und Weinzierl viel Gegenwind. Auch Sosa hat noch einen laufenden Vertrag bis 2023, aber auch bei ihm stehen die Zeichen auf Abschied. Insgesamt kommt er auf acht Einsätze in dieser Saison, in denen er zusammen 331 Minuten spielte. Oder bekommt er noch die Kurve und kann sich in die Mannschaft zurückkämpfen?

 

 

VfB-Kader

Der Marktwert des Kaders des VfB Stuttgart beträgt derzeit insgesamt etwa 160 Millionen Euro. Das bedeutet, dass ein Spieler der Schwaben im Schnitt 5,9 Millionen Euro wert ist. Mit einem Marktwert von 35 Millionen ist Benjamin Pavard der wertvollste Spieler in den Reihen des Bundesligisten.