Für den VfB Stuttgart wird es immer enger. Nicht nur in der Tabelle wird es für die Mannschaft von Markus Weinzierl ungemütlicher. Der Trainer muss erneut auf einige Leistungsträger verzichten.

Die Pechsträhne des VfB Stuttgart nimmt kein Ende. Nachdem der Bundesligist am 13. Spieltag durch einen 1:0-Sieg gegen den FC Augsburg neuen Mut im Abstiegskampf schöpfte, folgte am vergangenen Wochenende der nächste Dämpfer. Gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach setzte es für das Team von Trainer Markus Weinzierl eine deutliche 0:3-Niederlage. Doch das ist nicht alles. Denn eine Niederlage gegen die starken Gladbacher war nicht unbedingt eine Überraschung.

Besonders schmerzhaft ist vor allem der Preis, den der VfB am Wochenende dafür zahlen musste. Denn nach Angaben von Sportvorstand Michael Reschke ist die Hinrunde für den französischen Innenverteidiger Benjamin Pavard vorzeitig beendet. Der 22-Jährige zog sich bei seinem Eigentor in der 84. Minute offenbar einen Muskelfaserriss zu. „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird er in der Hinrunde keine Minute mehr spielen“, äußerte sich Reschke nach der Auswärtspartie. Doch nicht nur Benjamin Pavard zog sich in Mönchengladbach eine Verletzung zu. Bereits nach 26 Minuten musste Dennis Aogo auf Grund von Wadenproblemen vom Platz.

Pavards Verteidigerkollege Andreas Beck blieb in der Pause in der Kabine. Den 31-Jährigen plagten Knieprobleme. Um die ganze Sache im negativen Sinn abzurunden, musste auch Erik Thommy frühzeitig vom Rasen – jedoch nicht verletzungsbedingt. Nachdem der 24-Jährige in der Halbzeit für Beck auflief, sah er in der 62. Minute die Gelbe Karte, nachdem er in Gladbachs Oscar Wendt rauschte. Die Ampelkarte folgte in der 83. Minute. Thommy hält gegen den Belgier Thorgan Hazard und muss mit Gelb-Rot unter die Dusche. Damit fällt auch er in der nächsten Partie gegen Hertha BSC Berlin am kommenden Samstag aus. „Bis zum 1:0 haben wir stabil gestanden. Was dann passiert, ist ganz bitter für uns. Wir sind arg gebeutelt“, ließ Reschke durchblicken. Markus Weinzierl beschrieb: „Wenn wir personell nicht so angeschlagen wären, wäre mehr möglich gewesen.“

Doch auch das ist ein altbekanntes Problem beim VfB Stuttgart. Denn in dieser Saison mussten die Schwaben bereits oft auf Leistungsträger verzichten. Allen voran auf Anastasios Donis, der aufgrund von einem Muskelbündelriss über zwei Monate nicht zur Verfügung stand und in der Offensive schmerzlich vermisst wurde.

Hinzu kommt die Dauerverletzung von Neuzugang Daniel Didavi. Aufgrund von Achillessehnenproblemen fehlt der 28-Jährige seit Wochen. Inzwischen ist der Mittelfeldspieler zwar wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen, für einen Einsatz gegen Gladbach reichte es jedoch nicht. Genauso wie für Pablo Maffeo und Holger Badstuber, die ebenfalls aufgrund von Verletzungen Weinzierl nicht zur Verfügung stehen. Man kann also gespannt sein, wer am kommenden Samstag in der Mercedes-Benz-Arena für den VfB Stuttgart auflaufen wird. Das Verletzungspech plagt den Tabellensechszehnten jedoch sehr. Das macht die Situation für den Meister von 2007 nur umso schwieriger. Denn in den letzten drei Spieltagen in der Hinrunde ist er auf Punkte angewiesen, um nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern. Derzeit liegen in der Tabelle lediglich Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf hinter den Stuttgartern.

 

Restprogramm

Der Tabellensechszehnte VfB Stuttgart empfängt am kommenden Samstag Hertha BSC Berlin in der Mercedes-Benz-Arena. Am 16. Spieltag folgt das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg. Den Abschluss vor der Winterpause machen die Stuttgarter am letzten Hinrundenspieltag mit einem Heimspiel gegen den FC Schalke 04.