Noch sind sie nicht ganz in der zweiten Liga angekommen. Die Stuttgarter sind  in dieser Saison weiterhin ungeschlagen. Einige Spieler stehen besonders im Fokus.

 

 

Der VfB Stuttgart bleibt nach dem 0:0 gegen den FC Erzgebirge Aue in der zweiten Liga weiterhin ungeschlagen. Nach vier Spieltagen liegt die Mannschaft von Tim Walter mit acht Zählern auf dem dritten Tabellenplatz. Kein perfekter, aber dennoch ein solider Start in die dritte Zweitligaspielzeit des VfB. Mit einem Punkt in Aue sind die Schwaben aber nicht zufrieden. „Wir sind entsprechend enttäuscht, weil wir unbedingt gewinnen wollten“, ließ Walter nach der Partie durchblicken: „Wir hatten einige gute Möglichkeiten, waren aber nicht konsequent genug im Abschluss, um ein Tor zu erzielen.“ Der Fußballlehrer ist trotzdem zufrieden mit seinem Team, weil es sich gegen einen tief stehenden Gegner sehr viele Torchancen erspielt habe.

Marc-Oliver Kempf

Bei den bisherigen Spielen der Stuttgarter machten ein paar Spieler besonders auf sich aufmerksam. Einer der Gewinner der bisherigen Saison ist Marc-Oliver Kempf. Nach dem Abstieg wurden Stimmen laut, dass der 24-Jährige mit einem Abschied liebäugele. Am Neckar setzte man jedoch alles daran, den Innenverteidiger zu halten – mit Erfolg. Und diese Hartnäckigkeit zahlte sich bisher aus. Kempf wurde von Coach Walter zum Kapitän ernannt. Diese Rolle nimmt der ehemalige Freiburger an. Auf dem Feld präsentiert sich Kempf als Leader und glänzt mit guten Leistungen. Neben der Ruhe, die er in der Defensive ausstrahlt, beweist er sich als sehr zweikampfstark.

Holger Badstuber

Und auch sein Nebenspieler nutzte seine Chance bisher sehr gut und kämpfte sich zurück in die Mannschaft. Holger Badstuber profitierte von der schweren Verletzung von Marcin Kaminski und rutschte für den Polen in die Startelf. Zu Beginn der Saison war er nicht gesetzt und auch in der vergangenen Spielzeit kam Badstuber nur auf wenig Spielzeit. Nun ist er zurück. Gegen Heidenheim spielte er direkt stark auf und erzielte beim 2:2 sogar einen Treffer. Auch gegen Pauli und Rostock wusste der Routinier zu überzeugen. Lediglich in Aue zeigte er ein paar Schwächen. Alles in allem ist mit dem ehemaligen Nationalspieler aber auch weiterhin in der Startelf zu rechnen.

Nicolas Gonzalez

Ebenso wie mit Nicolas Gonzalez. Der Argentinier stieß erst nach dem Pokalspiel zur Mannschaft, da er zuvor mit der argentinischen U 23 bei den Panamerikanischen Spielen teilnahm und diese sogar gewann. Seine Rückkehr nach Stuttgart hätte dann nicht besser laufen können. Gegen Pauli erzielte der 21-Jährige den entscheidenden 2:1-Siegtreffer in der 90. Minute und durfte sich von 53 000 Zuschauern bejubeln lassen.

Auch sein Trainer hält große Stücke auf den jungen Stürmer, „weil er Qualität“ hat und weiß, was er von ihm hat. „Ihn kann ich immer bringen“, erklärt Walter und ergänzt: „Er kann auch aus dem Stand eins gegen eins gehen. Obwohl er etwas geradliniger ist, kann er Mannschaften aufreißen.“ Weitere Pluspunkte beim Coach kann der Argentinier am kommenden Montag sammeln, wenn die Mannschaft im Flutlichtspiel den VfL Bochum empfängt.