Gegen Hannover 96 holt der VfB Stuttgart seinen ersten Auswärtspunkt und ist nach dem 13. Spieltag auf dem angestrebten Kurs „Klassenerhalt“.

 

 

Nach dem direkten Wiederaufstieg im vergangenen Sommer ist der VfB Stuttgart nur mit einem Ziel in die laufende Saison gestartet – Klassenerhalt. Nach 13 Spieltagen sind die Schwaben auf einem guten Weg, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Bei Mitaufsteiger Hannover 96 holte die Mannschaft von Hannes Wolf ihren 17. Punkt, gleichzeitig war es der erste Zähler, den sie in der Ferne erbeuten konnte. Unter dem ehrgeizigen Coach blühen einige Spieler wahrlich auf, andere verblassen inzwischen jedoch. Benjamin Pavard ist sicherlich einer der größten Sieger der bisherigen Saison. Der Franzose macht große Fortschritte und zeigt konstant gute Leistungen. Zuletzt hat das auch der französische Nationaltrainer Didier Deschamps gemerkt und den jungen Lockenkopf erstmals in den Nationalkader berufen.

Sein überzeugendes Debüt gab der 21-Jährige am 10. November im Länderspiel gegen Wales, als er in der zweiten Hälfte eingewechselt wurde. Anschließend sagte er: „Es war ein enormes Erlebnis.“ Ron-Robert Zieler präsentiert sich beim VfB Stuttgart in guter Form. Patzer wie in der Partie gegen den Hamburger SV leistet sich der ehemalige Nationaltorhüter kaum. Im Gegenteil: Mit tollen Paraden rettete er schon des Öfteren dem Aufsteiger wichtige Punkte. Nach seiner schweren Zeit in England bei Leicester City, wo er nicht an Stammtorhüter Kasper Schmeichel vorbeikam, ist er in Stuttgart wieder gesetzt und zahlt das Vertrauen mit starken Leistungen zurück.

Santiago Ascacibar ist der bislang wohl größte Coup von Sportvorstand Michael Reschke, der den 20-jährigen Argentinier von Estudiantes de La Plata an den Neckar lotste. Für den Wadenbeißer wurde eine Ablösesumme in Höhe von 7,5 Millionen Euro fällig. Dass der defensive Mittelfeldspieler so viel wert ist, hat er bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Kein Wunder also, dass ihn Wolf neben Kapitän Christian Gentner auflaufen lässt. Chadrac Akolo ist bisher der beste Torschütze der Schwaben. Vier Treffer erzielte er bisher, ist mit seiner Schnelligkeit stets gefährlich und entwickelte sich zu einer ernst zu nehmenden Option.

Jedoch ist der Rechtsaußen, der im Sommer vom Schweizer Erstligisten FC Sion kam, verletzungsanfällig und fehlte dem VfB bereits mehrfach. Zuletzt zog er sich im Spiel gegen Borussia Dortmund einen Faszienriss im Oberschenkel zu. Simon Terodde kommt in den vergangenen Partien nur noch sehr sporadisch zum Einsatz. Der Torschützenkönig der zweiten Liga in den vergangenen beiden Spielzeiten erzielte im Oberhaus bislang zwei Treffer und einen Assist. Dennoch verzichtet Wolf momentan darauf, den Angreifer von Beginn an zu bringen. Gegen Borussia Dortmund saß er sogar die komplette Partie auf der Bank.

Beim Auswärtsspiel in Hannover stürmte er nur die letzten 17 Minuten – obwohl Daniel Ginczek und Akolo verletzungsbedingt ausfielen. Anto Grgic kommt nach seiner Knöchelverletzung nicht an der starken Konkurrenz im zentralen Mittelfeld vorbei. Bislang bekam der 20-jährige Schweizer lediglich fünf Minuten Einsatzzeit beim 3:0-Erfolg gegen den SC Freiburg. Ansonsten ist er zwar im Mannschaftskader gelistet, spielt jedoch in den Plänen von Wolf keine große Rolle.

 

Verletzten

Lange Verletztenliste beim VfB Stuttgart. Momentan muss Hannes Wolf auf Matthias Zimmermann (Kreuzbandriss), Carlos Mané (Knie-OP), Anastasios Donis (Schultereckgelenkssprengung), Daniel Ginczek (Muskelfaserriss), Dzenis Burnic (Knieprobleme) und Chadrac Akolo (Faszienriss) verzichten.