Am Sonntag startet die Weltmeisterschaft in Russland auch fürs deutsche Team um 17 Uhr gegen Mexiko. Im 23-köpfigen deutschen Kader steht nur ein nomineller VfB Stuttgart-Spieler. Dennoch sind die Schwaben stärker vertreten als man vielleicht denken mag.

 

 

Morgen ist es endlich soweit. Dann startet die Weltmeisterschaft in Russland. Das Gastgeberland eröffnet das Turnier gegen Saudi Arabien. Für die deutsche Nationalmannschaft beginnt die Mission Titelverteidigung hingegen erst am Sonntag um 17 Uhr gegen Mexiko. Mit dabei ist natürlich auch der VfB Stuttgart Stürmer Mario Gomez. Der 32-Jährige ist der einzige Akteur in der deutschen Nationalmannschaft, der momentan für den Bundesligisten spielt. Doch im Team von Joachim Löw steckt mehr VfB als man auf den ersten Blick vielleicht denken mag.

In Russland bildet Gomez das Sturmduo mit Timo Werner. Der 22-Jährige steht zwar bei RB Leipzig unter Vertrag, die ersten Schritte im Profi-Fußball machte er jedoch am Neckar. Von 2002 bis 2016 kickte er für den Verein mit dem Brustring, ehe er den nächsten Karriereschritt wagte und sich in Richtung Leipzig verabschiedete. In bisher 14 Länderspielen erzielte der Angreifer acht Tore. Bei der WM sollen die nächsten folgen. Joshua Kimmich wird alles daran setzen, Tore zu verhindern. In den vergangenen Jahren hat sich der Bayern Spieler zu einem der besten Rechtsverteidiger in Deutschland gemausert. Aber auch der 23-Jährige lernte das Fußballspielen beim VfB Stuttgart und durchlief von 2010 bis 2013 die verschiedenen Jugendmannschaften des Bundesligisten.

Anschließend folgte eine Leihe zu Leipzig und 2015 schließlich der Wechsel zum FC Bayern. Die Entwicklung des Abwehrspezialisten blieb auch von Löw nicht unerkannt. Inzwischen hat Kimmich bereits 29 Nationalspiele auf dem Konto. Neben ihm, in der Innenverteidigung, könnte auch Antonio Rüdiger auflaufen. Der gebürtige Berliner hat es ebenfalls in den WM Kader von Löw geschafft. Nachdem der Abwehrspieler von 2015 bis 2017 für AS Rom auflief, folgte der Wechsel zum FC Chelsea, wo er sich schließlich auch als Nationalspieler etablierte. Der 25-Jährige hat ebenfalls eine Stuttgarter Vergangenheit. Denn von 2011 bis 2012 spielte er in der Jugend und der zweiten Mannschaft des VfB, ehe er dann für die Profimannschaft in der Bundesliga debütierte.

Bis 2015 hielt er den Schwaben die Treue. Im Mittelfeldverbund wird in Russland Sami Khedira eine entscheidende Rolle spielen. Der Mittelfeldspieler gehört zu den Erfahrenen im Team. Insgesamt bestritt Khedira bereits 75 Nationalspiele. Obwohl der 31-Jährige seit 2010 im Ausland kickt - bis 2015 für Real Madrid und anschließend für Juventus Turin – pflegt er auch zum VfB Stuttgart noch immer eine enge Beziehung. Kein Wunder, denn acht Jahre verbrachte er bei seinem Heimatverein. In seinem Debütjahr bei den Profis 2007 holte er mit dem VfB gleich die Meisterschale und mauserte sich bis 2010 zu einem Starspieler.

Anschließend bekundeten einige Top-Vereine in Europa Interesse an dem defensiven Mittelfeldspieler. Darunter auch Real Madrid für die sich der Stuttgarter letztlich entschied. Beim den Schwaben spielte er so wie heute in der Nationalmannschaft mit Sebastian Rudy zusammen. Der Mittelfeldspieler wurde beim Bundesligisten ebenfalls zum Profi ausgebildet. Ab 2003 durchlief er die Jugendmannschaften der Stuttgarter und schaffte 2008 den Sprung von der zweiten Mannschaft in den Profikader. 2010 folgte der Wechsel zum Bundesligarivalen TSG Hoffenheim, seit 2017 läuft er für den FC Bayern München auf. Es steckt also viel mehr VfB in der Nationalmannschaft als viele vermutlich denken werden.

 

 

Titelverteidigung?

23 Spieler durfte Joachim Löw für die WM in Russland nominieren. Dabei verzichtete der Nationaltrainer unter anderem auf Mario Götze oder Sandro Wagner. Für seine Entscheidungen erntete der Ex VfB-Spieler und Trainer auch viel Kritik. Mit der Titelverteidigung würde er die Kritiker verstummen lassen.