Am 5. und 6. Januar 2018 findet im Sindelfinger Glaspalast wieder der Mercedes-Benz JuniorCup statt, bei dem sich die Stars von morgen beweisen wollen.

 

 

Im neuen Jahr können sich alle Fans des gepflegten Hallenfußballs wieder auf den Mercedes-Benz JuniorCup freuen. Das Traditionsturnier im Sindelfinger Glaspalast findet bereits zum 28. Mal statt.

 

Tolles Turnier für Spieler

Bereits für viele Jungstars war der Wettbewerb bereits der Startschuss zu einer großen Karriere. Bereits 29 ehemalige Teilnehmer haben sich inzwischen in die deutsche Nationalmannschaft gespielt. Das bedeutet etwa pro Jahr ein Talent, das den Sprung schafft. Insgesamt kommen diese Akteure auf 701 Länderspiele.

Dazu zählen unter anderem die Weltmeister Manuel Neuer, Sami Khedira, Christoph Kramer, Benedikt Höwedes und Mesut Özil. Aber auch Mario Gomez, Kevin Kuranyi, Sebastian Rudy, Leroy Sane, Joshua Kimmich und Kevin Trapp spielten bereits beim JuniorCup mit. Einige von ihnen hoffen im kommenden Sommer auf eine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in Russland.

Und auch in diesem Jahr haben sich für das U19-Turnier, neben dem VfB Stuttgart, wieder namenhafte Vereine angemeldet. Der FC Bayern (erstmals nach 24-jähriger Pause) und Hertha BSC Berlin sind ebenso dabei, wie die TSG Hoffenheim. Für internationalen Flair sorgen Panathinaikos Athen (Griechenland), Grasshopper Club Zürich (Schweiz) und Vikingur Reykjavik (Island).

 

Chance für Trainer

Aber nicht nur für die Spieler ist der Cup eine Möglichkeit aufzutrumpfen. Denn auch einige ehemalige Jugendtrainer, die in Sindelfingen an der Seitenlinie standen, sind inzwischen in der Bundesliga tätig – momentan sind es vier. Beispielsweise war Julian Nagelsmann 2016 noch mit der U19 der TSG zu Gast. Inzwischen trainiert er die Profimannschaft und wird unter anderem beim FC Bayern und Borussia Dortmund gehandelt.

Ebenso Trainerkollege Domenico Tedesco. Er heuert beim FC Schalke als Coach an. Christian Streich (SC Freiburg) und Heiko Herrlich (Bayer Leverkusen) komplettieren das Quartett. In diesem Jahr wollte außerdem Stefan Ruthenbeck als U19-Coach des 1. FC Köln antreten. Der 45-Jährige erhielt am Mittwoch für die Profi-Mannschaft der Geißböcke jedoch einen Vertrag bis zum Saisonende und wird daher nicht am Turnier teilnehmen können.

 

Besonderheiten

Dafür hat der Cup aber noch einige andere Besonderheiten in petto. Unter anderem wird die Mannschaft des FC Bayern München von Sebastian Hoeneß, Sohn von Dieter und Neffe von Uli Hoeneß geleitet. Aber auch der Nachwuchs von Bundesliga-Trainer Pal Dardai wird im Glaspalast anwesend sein. Sohnemann Palko Dardai läuft selbstverständlich für Hertha BSC Berlin auf. Der 18-Jährige gab in dieser Saison bereits sein Debüt für die Profimannschaft der Hauptstädter in der Europa League.

Dass das Turnier in Sindelfingen auch bei den Zuschauern sehr beliebt ist, zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr.

Damals lockte der Cup fast 10.000 Zuschauer in den Glaspalast. Die sahen, wie sich die TSG Hoffenheim im Finale gegen den VfB Stuttgart durchsetzte und den Pokal gewannen. Bleibt also abzuwarten, ob es auch in diesem Jahr wieder zu einem baden-württembergischen Final-Derby kommt oder, ob ein junger Spieler oder Trainer den Sprung in die Elite der Fußballwelt schafft. Genügen Vorbilder dieser Art gibt es jedenfalls.

 

Teilnehmer

Der erste Mercedes-Benz JuniorCup fand im Jahr 1991, ebenfalls im Glaspalast in Sindelfingen, statt. Damals spielte die TSG Hoffenheim noch in der Bezirksliga. Zudem gibt es in diesem Jahr eine Premiere, denn mit Vikingur Reykjavik nimmt erstmals auch ein isländisches Team am Traditionsturnier teil.