Für den neuen Trainer des VfB Stuttgart Pellegrino Matarazzo geht es heute Abend erstmals richtig zur Sache. Der Absteiger trifft heute auf den FC Heidenheim.

 

 

Für den VfB Stuttgart endet heute Abend die Winterpause mit dem Heimspiel gegen seinen Verfolger FC Heidenheim. Zeitgleich ist das Derby der Einstand für den neuen Trainer Pellegrino Matarazzo. „Wir sind sehr heiß auf das erste Punktspiel gegen Heidenheim“, freut sich der Coach. „Ich kann es kaum erwarten, im Stadion zu stehen und hoffentlich die ersten drei Punkte mit den Fans zu feiern.“ Mit der Vorbereitung seiner Mannschaft im Trainingslager im spanischen Marbella war Matarazzo zufrieden.

Neben den Siegen gegen Fehervar und Basel gelang auch die Generalprobe gegen den Ligakonkurrenten Dynamo Dresden. In der Mercedes-Benz-Arena wartet heute auf den VfB Stuttgart zum Jahresauftakt gleich ein richtiger Gradmesser. Die Heidenheimer holten in den zurückliegenden 18 Ligaspielen lediglich einen Punkt weniger als die Schwaben und sind ebenfalls in Reichweite zu den Aufstiegsplätzen. Mit einem Sieg könnte sich der VfB ein kleines Polster zu seinem tabellarischen und geografischen Nachbarn sichern.

Möchten die Stuttgarter im Mai jedoch den Aufstieg schaffen und in die Bundesliga zurückkehren, ist im Vergleich zur Hinrunde einiges zu verbessern. Vor allem in der Rückwärtsbewegung tat sich der Absteiger bislang schwer. Das anspruchsvolle und offensiv ausgerichtete System des mittlerweile entlassenen Tim Walter sorgte für große Lücken im Defensivverbund. Insgesamt 24 Gegentreffer mussten die Stuttgarter in 18 Partien hinnehmen. Auch Matarazzo möchte zukünftig auf offensiven Fußball setzen, weiß aber auch, dass das nur mit einer stabilen Verteidigung möglich ist.

Gegen Heidenheim könnte auf Marc Oliver Kempf – der auch unter Matarazzo Kapitän bleibt – wie schon im Testspiel gegen Dresden eine neue Rolle zukommen. Bei Ballbesitz wollen die Schwaben mit einer Dreierabwehr agieren mit Kempf „als Halbverteidiger, defensiv war er Linksverteidiger“, wie der Trainer es nennt. Natürlich gibt es bei jedem Spieler immer Luft nach oben. Bei mehreren Spielern sind auch noch alte Automatismen drin, besonders im Aufbauspiel.“ Außerdem wird Gregor Kobel wieder ins VfB-Tor zurückkehren, nachdem es in letzter Zeit zu einem Konkurrenzkampf mit Teamkollege Fabian Bredlow kam. Der Schweizer zeigt sich nach dem Trainerwechsel zuversichtlich: „Wir sind noch nicht da, wo wir stehen werden irgendwann, aber wir sind auf einem guten Weg. Wir geben Gas, wir lernen jeden Tag dazu und daher bin ich sehr positiv.“

Und auch im Sturm hat Matarazzo die Qual der Wahl. Zuletzt versuchte er es gegen Dresden auch mit einer Doppelspitze mit Mario Gomez und Hamadi Al Ghaddioui. „Ich wollte sehen, wie wir mit zwei Spitzen agieren, mit zwei Wandspielern, die auch eine gute Box-Besetzung haben. Unter dem Strich hat mir die Variante gut gefallen.“ Wer gegen Heidenheim letztlich auf dem Platz stehen wird, ist also nicht ganz klar. Klar ist jedoch, dass der nächste Schritt in Richtung Aufstieg gemacht werden soll.

 

 

Trainerwechsel

Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger hat den Trainerwechsel verteidigt. „Letztlich ist das Ziel des sportlichen Erfolgs und somit des Aufstiegs immer größer und steht somit über dem Wunsch nach Kontinuität.“ Im Winter trennte sich der VfB Stuttgart von Trainer Tim Walter, der ein halbes Jahr im Amt war.