Am Freitag ist es so weit. In den Hallen der Bundesrepublik wird wieder das orange Leder geworfen, denn die neue Saison in der Basketball-Bundesliga startet.

 

Mit dabei ist auch wieder der Play-off-Aspirant aus Ludwigsburg. Die MHP Riesen gehen jedoch erst am 5. Oktober in die neue Runde. Dann trifft die Mannschaft von Trainer John Patrick auf die Eisbären Bremerhaven. Die ersten Härtetests hatten die Barockstädter aber bereits. In der Champions-League-Qualifikation spielten sie in Bosnien gegen Bosna
Royal Sarajavo. Mit einem souveränen Auftritt setzten sich die Ludwigsburger mit 85:59 durch. Und auch im Rückspiel bewiesen sie bei ihrem ersten Auftritt der Saison in der heimischen MHP-Arena, dass sie mit ambitionierten Zielen in die Champions-League-Runde gehen. Das sind die Riesen:

Der Trainer

John Patrick ist bei den MHP Riesen Ludwigsburg die Konstante. Bereits seit 2013 leitet der US-Amerikaner die Mannschaft. In der schnelllebigen Basketball-Welt dient er dem Verein als Identifikationsfigur. Bei den Fans hat der Coach bereits Legendenstatus, denn er führte die Ludwigsburger in seiner ersten Saison nach jahrelanger Abstinenz wieder in die Play-offs. Seitdem gehören die Barockstädter zu den Dauerbrennern in der Runde der besten acht.

Das Team

Der Coach ist jedoch auch für seine Team-Rotationen bekannt. Wer nicht reinpasst, hat keine Zukunft in den Plänen von Patrick. Auch dieses Jahr wurde die Mannschaft wieder neu zusammengewürfelt. Lediglich das Urgestein David McCray und Nationalspieler Johannes Thiemann blieben den Ludwigsburgern erhalten. Adam Waleskowski dürfte den meisten Anhängern der Riesen jedoch auch noch bekannt sein. Der amerikanische Forward trug bereits von 2013 bis 2016 das gelb-schwarze Trikot. Nach einem Jahr bei der BG Göttingen kehrte der 2,03 Meter große Hüne an den Neckar zurück. Für den zweiten Rückkehrer Kerron Johnson ist es hingegen der dritte Anlauf bei den Riesen.

Das Spielsystem

Patrick verzichtet in seinem diesjährigen System auf den klassischen Big Man. Ehemalige Spieler wie Jack Cooley oder John Brockman, die viel Masse und Größe in das Spiel brachten, sucht man in
dieser Saison vergeblich. Durch den Verzicht auf die Big Men wird das Ludwigsburger Spiel umso schneller. Von seinen Akteuren erwartet Patrick zudem eine knallharte Defense. Ob die Barockstädter mit großen und kräftigen Gegenspielern Schwierigkeiten bekommen, bleibt abzuwarten.

Der T-Faktor

Mit Johannes Thiemann haben die Riesen einen jungen und sehr begabten Spieler in ihren Reihen. Der deutsche Nationalspieler zeigte bereits bei der vergangenen Basketball-Europameisterschaft eine starke Leistung und stand in den wichtigen Phasen auf dem Feld. Die Erwartungshaltung an den 23-jährigen Center ist deshalb gestiegen. Thiemann dürfte aber ein besonders wich­tiger Faktor im Ludwigsburger Spiel werden.

 

Play-offs

Die Ludwigsburger erreichten mit John Patrick in jedem Jahr die Play-offs. Scheiterten in den Best-of-five-Serien aber immer in der ersten Runde, vergangene Saison im Derby gegen Ulm. Vor Patrick qualifizierten sie sich sechs Jahre nicht für die Play-offs und verhinderten knapp den Abstieg.