Die erste Saison in der Elektrorennserie Formel E rückt für die Zuffenhäuser  immer näher.  Vom Winter  an treten sie   gegen  Mercedes und Audi an.

 

 

Der Sportwagenhersteller Porsche schlägt ein neues Kapitel im Rennsport auf. Denn das Unternehmen wird ab dieser Saison mit zwei Wagen in der Formel E an den Start gehen. In dieser Rennserie, die in diesem Jahr in ihre sechste Runde geht, werden die Rennen mit elektrischen Fahrzeugen ausgetragen.

Sie umfasst insgesamt zwölf Teams mit jeweils zwei Fahrern. Mit der Serie möchte der Automobilweltverband Fia eine neue und junge Zielgruppe ansprechen. Nachhaltigkeit, Effizienz und technologischer Fortschritt sind Werte, die die Fia vermitteln möchte. Außerdem soll die Elektrorennserie als kompetitives Umfeld für die Automobilindustrie dienen und die Automobilhersteller zur Weiterentwicklung von Elektroautos anspornen.

Neben Porsche sind auch bereits die deutschen Automobilhersteller Audi und Mercedes in der Formel E am Start. Eine weitere Besonderheit: Die Rennen werden auf eigens entworfenen Straßenkursen direkt in den Stadtzentren ausgetragen, um das Event direkt zu den Zuschauern zu bringen.

„Einstieg und erfolgreiche Präsenz in der Formel E sind die logische Konsequenz unserer Mission E“, erklärt der Entwicklungsvorstand der Porsche AG, Michael Steiner, und ergänzt: „Wachsende Freiheitsgrade für Eigenentwicklungen machen die Formel E für uns attraktiv.

Der Start in der Elektrorennserie bedeutete 2017 zudem das Ende des LMP1-Engagements in der Fia Langestreckenweltmeisterschaft WEC. Die Neuordnung des Motorsports leitet sich aus der Porsche-Strategie 2025 ab: Porsche setzt unter anderem auf einen Mix aus puristischen GT-Fahrzeugen und vollelek­trischen Sportwagen wie dem ersten rein batterie­betriebenen Mission E. „Porsche setzt auf alternative und innovative Antriebskonzepte. Die Formel E ist für uns das ultimative kompetitive Umfeld, um die Entwicklung von High-Performance-Fahrzeugen in puncto Umweltfreundlichkeit, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit voranzutreiben“, sagt Steiner. 

Im Cockpit für den Stuttgarter Sportwagenhersteller sitzen André Lotterer und Neel Jani. Lotterer ist seit 2017 Porsche-Werksfahrer und war bereits für Techeetah in der Formel E aktiv. Bei seinen ersten beiden Engagements in der Formel E 2017/18 und 2018/19 holte er jeweils den achten Platz im Gesamtklassement.

„André für das zweite Porsche-Formel-E-Cockpit zu verpflichten, ist  die absolut richtige Wahl. Er ist seit drei Jahren  Porsche-Werksfahrer und kennt das Team um Neel sehr gut“, weiß Fritz Enzinger, Leiter Porsche Motorsport: „Auch von den Erfahrungen, die André aus den vergangenen zwei Formel-E-Saisons mitbringt, können wir nur profitieren.“

Auch auf den Schweizer Jani hält Enzinger große Stücke: „Es bringt nicht nur viel Speed mit, sondern auch große Monoposto-Erfahrung, fuhr bereits Formel E und ist bei uns in Weissach auch als Entwicklungsfahrer eine etablierte Größe.“ Jani selbst erklärt: „Zum zweiten Mal bei einem ganz neuen Porsche-Motorsport-Projekt von Anfang an dabei zu sein, bedeutet mir viel“, sagt aber auch: „Vor uns liegt eine Menge Arbeit.“

 

 

Start  und weitere Rennen der Formel E

Die Formel startet am 22. November in Diriyya (Saudi-Arabien) in ihre nächste Saison, ihre insgesamt bereits sechste. Im Gegensatz zur Formel 1 verläuft die Saison hier nicht nach  dem Kalenderjahr, sondern startet im Herbst 2019 und endet im Sommer 2020. Weitere Rennen sind in Santiago de Chile, Mexiko-Stadt, Rom, Hongkong, Seoul, Paris, New York, Berlin und London geplant. Zwei Austragungsorte sind noch offen. Mehr zur Formel E gibt es auch im Internet unter www.e-formel.de.