Der VfB Stuttgart kämpft heute in Leverkusen um den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Trainer Pellegrino Matarazzo muss dabei auf einen weiteren Spieler verzichten.

 

 

Heute Abend tritt der VfB Stuttgart in der dritten Runde des DFB-Pokals beim Tabellenfünften der Fußball-Bundesliga an. Für die Schwaben ist es bereits die zweite englische Woche in Folge. Nachdem das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo in der vergangenen Woche zunächst mittwochs den 1. FC Heidenheim empfing, wartete drei Tage später die Partie am Millerntor beim 1. FC St. Pauli.

Die Auswärtsfahrt nach Hamburg kam die Stuttgarter teuer zu stehen. Zum einen ließen Mario Gomez und Co. beim 1:1 gegen die abstiegsbedrohten Hamburger nicht nur zwei Punkte im Kampf um den Aufstieg liegen, sondern mussten eine weitere schwere Verletzung verkraften. Bereits fünf Minuten nach dem Anpfiff ging der VfBKapitän Marc Oliver Kempf zu Boden. Der 25- Jährige wurde nach einem Zusammenstoß mit Pauli- Spieler Ryo Miyaichi und einer längeren Behandlungspause schließlich vom Platz begleitet. Wenige Stunden danach bestätigten sich die Befürchtungen: Kempf erlitt einen Kieferbruch und wurde am Montag in Stuttgart operiert.

Somit fehlt den Stuttgartern ihr Kapitän voraussichtlich sechs bis acht Wochen. Ein Schicksal, das der VfB nur zu gut kennt. 2017 verletzte sich der ehemalige Kapitän Christian Gentner nach einem Zusammenprall mit dem Wolfsburger Keeper Koen Casteels ebenfalls im Gesicht. Doch im Gegensatz zu Kempf blieb es beim jetzigen Union-Berlin-Akteur nicht bei einem Kieferbruch. Zudem kam es zu einer Fraktur der Augenhöhle und des Nasenbeins. Der 34- Jährige fiel damals ebenfalls für einige Wochen aus. Und auch diese Saison ist es für den Zweitligisten nicht der erste Rückschlag. Schon vor dem Saisonstart riss sich der Neuzugang Sasa Kalajdzic das Kreuzband. Nach dem ersten Spieltag erwischte es seinen Teamkollegen Marcin Kaminski, der von Fortuna Düsseldorf nach Stuttgart zurückgekehrt war, ebenfalls am Kreuzband. Während Kaminski mit einem möglichen Comeback im Februar liebäugelt, wird sich die Genesung Kalajdzics wohl noch bis in den März ziehen.

Inzwischen zurück auf dem Platz ist Daniel Didavi. Den Mittelfeldspieler ereilte erneut das Verletzungspech. Im Oktober riss bei ihm ein Muskelbündel im Oberschenkel, was eine anderthalb Monate lange Zwangspause bedeutete. Neben den Langzeitverletzten Kempf, Kalajdzic und Kaminski muss Matarazzo derzeit auch auf Holger Badstuber verzichten. Der Innenverteidiger laboriert an einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich und wird wohl noch bis Ende Februar ausfallen. Das Verletzungspech lässt die Stuttgarter wohl nicht so recht los. Bleibt zu wünschen, dass das Glück im Spiel dafür umso größer ist und der erste DFB-Pokal- Viertelfinaleinzug seit 2016 gelingt.

Am letzten Tag der Transferperiode hat der VfB Stuttgart noch einmal zugeschlagen. Das 18 Jahre alte Defensivtalent Clinton Mola schloss sich den Schwaben an und wechselte vom FC Chelsea an den Neckar. Sein Vertrag in der Landeshauptstadt läuft bis