Der VfB Stuttgart hat vor der Saison einen großen Schnitt gemacht. Die neue Mannschaft weist eine große Vielfältigkeit auf. Derzeit stockt der Motor des VfB Stuttgart in der Zweiten Bundesliga.

 

 

Die Schwaben verloren ihre vergangenen zwei Heimspiele gegen den SV Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel. An der Ziel­vorgabe ändert das aber selbstverständlich nichts. Am Ende der Saison möchte der Meister von 2007 wieder in das Oberhaus aufsteigen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der VfB im vergangenen Sommer einen Rundumschnitt gemacht. Sowohl in der Führungsetage als auch an der Seitenlinie und natürlich auf dem Spielfeld gab es einige Änderungen. Die Stuttgarter wollten sich von alten Problemen lösen und sich neu erfinden.

Doch was steckt denn nun eigentlich im Team vom neuen Trainer Tim Walter? Offiziell gehören zum Stuttgarter Kader 28 Akteure. Die Hälfte davon kam vor der Saison erst an den Neckar. Das ist auch noch auf dem Platz zu erkennen. Die Mannschaft hat sich noch nicht vollständig gefunden und wirkt in einigen Situationen noch nicht so eingespielt, wie es sich der Coach vorstellt. Neben den deutschen Spielern im Kader (15) hat der VfB eine Schwäche für argentinische Spieler.

Emiliano Insua, Santiago Ascacibar und Nicolas Gonzalez haben im Sommer mit Mateo Klimowicz weiteren Zuwachs bekommen. Der Dienstälteste davon ist Insua, der bereits seit 2015 bei den Schwaben auf der linken Verteidigerposition aufläuft. Für Gonzalez und Ascacibar ist es unterdessen die erste Station im Ausland. Daher weiß Insua: „Gerade für junge Spieler sind die Teamkollegen wichtige Anker, die einem Halt geben.“ Neben den deutschen und argentinischen Spielern ergänzen neun weitere Nationen das Team des VfB. Von Frankreich über Kongo bis zu Japan ist die Mischung vielfältig. Auch in Sachen Alter hat der Zweitligist eine große Spanne. Während Mario Gomez mit 34 Jahren der älteste Akteur bei den Schwaben ist, kam mit Tanguy Coulibaly (18 Jahre) vor der Saison der jüngste Spieler in den Kader.

Insgesamt liegt der Altersdurchschnitt bei den Stuttgartern bei 24,25 Jahren – eine ausgewogene Mischung aus jungen, hungrigen und alten, erfahrenen Spielern. Geht man nach dem Marktwert der einzelnen Spieler, dann ist Santiago Ascacibar der wertvollste Mann im Kader. Er besitzt derzeit einen Marktwert von zwölf Millionen Euro. Der „günstigste“ Profi ist der Nachwuchsspieler Luca Mack, der von Tim Walter in dieser Saison in die Profimannschaft berufen wurde. Wertvoll sind aber auch die Erfahrungen, die beispielsweise Gonzalo Castro, Mario Gomez oder Holger Badstuber mitbringen. Gemeinsam kommen diese drei Akteure auf insgesamt 877 Bundesligaspiele.

Zudem sammelte das Trio auch Erfahrung in der deutschen Nationalmannschaft. Dem gegenüber stehen die jungen Spieler wie Santiago Ascacibar, Nicolas Gonzalez und Orel Mangala, die in Zukunft ebenfalls wichtige Rollen übernehmen wollen – sowohl im Verein als auch in ihren Nationalmannschaften. Diese bunte Mischung muss in den kommenden Wochen weiter zusammenwachsen, wenn das Saisonziel Wiederaufstieg gelingen soll.

Ein wichtiges Spiel steht bereits am Samstag an. Dann treffen die Schwaben auf den Hamburger SV. Lediglich drei Tage darauf steht das nächste Spiel bei den Hansestädtern an, dann aber im Pokal. Zwei Möglichkeiten für das Team von Tim Walter, sich zu beweisen.

 

 

Marktwert VfB

Der VfB Stuttgart hat in der Zweiten Bundesliga mit Abstand den größten Marktwert. Derzeit liegt der Wert bei etwa 83,8 Millionen Euro. Auf Platz zwei landet der Hamburger SV mit 46,25 Millionen Euro, vor Hannover 96 (45 Millionen Euro). Der Karlsruher SC belegt mit 9,3 Millionen Euro Marktwert den letzten Rang.