Der VfB Stuttgart hat die ersten vier Partien der Zweitligasaison 2019/20 bestritten. Eine Analyse der Abwehr und des Sturms zeigt. Verbesserungsbedarf gibt es immer. Die Abwehr zeigte gegen Hannover eine starke Leistung. Insgesamt kommt das Walter-System der Offensive zugute.

 

 

Die Schwaben sicherten sich gegen den Mitabsteiger Hannover 96 einen 2:1-Sieg. Beim FC Heidenheim verspielte die Mannschaft von Trainer Tim Walter eine 2:0-Führung und musste sich mit einem Punkt zufriedengeben. „Ich glaube, ich habe wieder zwei Gesichter meiner Mannschaft gesehen“, kommentierte Walter nach dem verschenkten Sieg in Heidenheim. Gegen Hansa Rostock im Pokalwettbewerb und den FC St. Pauli folgten jeweils Siege – Verbesserungsbedarf gibt es ab er dennoch.

 

Die Abwehr

Die Stuttgarter Abwehr zeigte zum Saisonauftakt gegen Hannover 96 eine starke Leistung. Der neue Kapitän Marc Oliver Kempf ging dabei voran und wusste die Angriffe der Hannoveraner zu unterbinden. Gemeinsam mit Marcin Kaminski hielt Kempf die Innenverteidigung dicht. Doch der Pole zog sich beim Saisonauftakt einen Kreuzbandriss zu und wurde vom Youngster Maxime Awoudja ersetzt, für den es ein Debüt zum Vergessen werden sollte. Nachdem die Mannschaft durch Tore von Mario Gomez (29.) und Daniel Didavi (36.) in Führung ging, brachte der Neuzugang mit einem skurrilen Eigentor die Hannoveraner zurück ins Spiel. In der 85. Minute folgte dann noch die Gelb-Rote Karte für Awoudja – wenn auch unverdient.

Aus diesem Grund erhielt Holger Badstuber in Heidenheim die Chance, sich erneut bei den Schwaben zu beweisen. Der ehemalige Nationalspieler spielte eine solide Partie und sorgte für die zwischenzeitliche 2:0-Führung. Und auch gegen den FC St. Pauli zeigte Badstuber seine Klasse und kann sich in Zukunft vermutlich auf einen Stammplatz in der Startelf freuen. Gegen den FC Heidenheim zeigte die Mannschaft von Tim Walter jedoch Anfälligkeiten. Vor allem im Aufbauspiel vertändelten die Schwaben gerne den Ball und gerieten in gefährliche Kontersituationen.

Beim Heidenheimer Anschlusstreffer machten die Defensivreihen des Absteigers keine gute Figur. Auch gegen Pauli zeigten die Stuttgarter keine gute erste Halbzeit, die Defensive hatte erneut Schwierigkeiten gegen die Konter ein Mittel zu finden. Im zweiten Durchgang machte die Mannschaft jedoch einen deutlich besseren Job und belohnte sich am Ende mit drei Zählern.

 

Der Sturm

Bisher gelang dem VfB in jedem Ligaspiel zwei Treffer. Insgesamt kommt das Walter-System der Offensive zugute. Immer wieder tauchten die Gäste gefährlich vor dem Tor der Heidenheimer auf. Auch gegen Hannover erspielten sich die Stuttgarter immer wieder gute Torchancen. Gegen das tief stehende Pauli taten sich die Stuttgarter offensiv jedoch schwer. Zwar stehen nach drei Spielen in der Liga sechs Tore zu Buche, dennoch ist die Chancenverwertung ausbaufähig.

Sowohl gegen Hannover als auch gegen Heidenheim hätte der VfB mit einem dritten Treffer für die frühzeitige Entscheidung sorgen können. Gegen Die Hamburger bewies Nicolas Gonzalez Kaltschnäuzigkeit und sorgte mit seinem Treffer in der 90. Minute für Jubelstimmung. Alles in allem macht die Offensive bei den Schwaben einen starken Eindruck und scheint für die Zweitligasaison gewappnet.