Der VfB Stuttgart hat seinen neuen Präsidenten gewählt. Claus Vogt wird der Nachfolger von Wolfgang Dietrich und möchte sich direkt in die Arbeit stürzen. Das erwartet den neuen VfB-Präsidenten Vogt.

 

Dieses Mal klappte die Wahl ohne Probleme und der VfB Stuttgart hat einen neuen Präsidenten. Claus Vogt wird die Geschicke des Traditionsvereins zukünftig leiten. Der 50-Jährige wurde am vergangenen Sonntag auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Nachfolger des im Sommer zurückgetretenen Wolfgang Dietrich gewählt. „Ich habe gerade meine Frau gefragt und ich darf zum zweiten Mal in meinem Leben Ja sagen.“ Mit diesen Worten nahm Vogt die Wahl freudestrahlend an. Mit insgesamt 1327 Jastimmen setzte sich der neue Club-Chef gegen seinen Gegenkandidaten Christian Riethmüller durch, der auf 1029 Stimmen kam.

 

Die Fans

Auf Vogt wartet nun eine Menge Arbeit. Ein wichtiges Thema für ihn sind die Fans. In den vergangenen Jahren wurde der Unmut bei den Stuttgarter Anhängern stetig größer. Zu viele Fehler wurden in der Führungsetage gemacht und die Schwaben haben sich einen Neuanfang gewünscht, der nun möglich ist. Nachdem die Mannschaft im Sommer von Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat umgekrempelt wurde, wurde nun auch ein neuer Präsident installiert. Für den steht die Gründung einer Fanabteilung ganz oben auf seiner To-do- Liste. Mit dieser Idee möchte Vogt gewährleisten, dass die Fans stärker eingebunden werden.

 

Das Team

Aber nicht nur mit den Fans wird sich der neu gewählte Chef auseinandersetzen. Natürlich möchte er auch das Team kennenlernen. Dieses besteht jedoch nicht nur aus dem Kader des Zweitligisten. Auch die Geschäftsstelle und die Mitarbeiter im Hintergrund bilden einen wichtigen Baustein des Vereins. Aus diesem Grund möchte sich Vogt die Zeit nehmen, um diese Menschen kennenzulernen. Damit er dafür genug Zeit hat, wird er den Job „am Anfang Vollzeit machen“. Allgemein bleibt Vogt jedoch nicht ganz so viel Zeit, denn die Amtszeit läuft nur bis zum Herbst 2020, dann muss er sich bereits wieder den Mitgliedern stellen und um ihre Stimme bitten. Nun darf er zunächst nur die restliche Amtszeit des geschiedenen Dietrichs antreten.

 

Zusammenarbeit

In Zukunft wird der neue Präsident auch eng mit dem neuen Vorstandschef Hitzlsperger zusammenarbeiten. Dabei wird es mit Sicherheit auch darum gehen, ob der VfB Stuttgart auf einen zweiten Investor setzt. Vogt sagte dazu: „Es kommt ja darauf an. Wenn wir keine Geldprobleme haben, dann brauchen wir vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt keinen zweiten Investor.“ Stattdessen möchte der Verein zunächst einmal ein neues Clubzentrum bauen. „Mittelfristig brauchen wir ein Clubzentrum, das den Ansprüchen des heutigen Profifußballs Rechnung trägt“, erklärte Hitzlsperger am Sonntag und begründete: „Unser Clubzen- trum ist fast 40 Jahre alt und man merkt es ihm an.“ Aus diesem Grund befindet sich der VfB bereits in Gesprächen mit der Stadt Stuttgart, deren Unterstützung bei diesem Vorhaben vonnöten sein wird. Es steht also eine Menge Arbeit für Claus Vogt an, für die er jedoch nur wenig Zeit hat. Im Herbst wird er dann zwangsläufig ein direktes Feedback der Mitglieder bekommen. Sollte er seine Aufgabe gut machen, dürfte einer Wiederwahl dann wohl nichts im Weg stehen.