Der  VfB Stuttgart bleibt in der Spitzengruppe der Zweiten Bundesliga. Ein Sorgenkind bereitete den Schwaben in den vergangenen Wochen jedoch Bauchschmerzen.

 

 

Der VfB Stuttgart hat am vergangenen Samstag seinen ersten Auswärtssieg dieser Zweitligasaison eingefahren. Die Schwaben sicherten sich gegen den SSV Jahn Regensburg am Ende einen 3:2-Sieg. Während Nicolas Gonzalez nach seinem Ausflug mit der argentinischen U 23 wieder zu überzeugen wusste, war sein Landsmann nach der Länderspielpause wieder nicht mit von der Partie: Santiago Ascacibar.

Der Mittelfeldspieler sorgt am Neckar derzeit für Unruhe, Unruhe, die die Führungsetage beim VfB unbedingt unterbinden möchte. Argentinier beschwert sich Ascacibar hatte sich massiv über die Nichtberücksichtigung seiner Person für das Spiel gegen Erzgebirge Aue beschwert. Der Nationalspieler forderte von Trainer Tim Walter eine Stammplatzgarantie und wollte lediglich auf seiner angestammten Position – der Sechs – auflaufen.

In den ersten Spielen wurde Ascacibar auf der Acht eingesetzt. Und so fand er sich bereits gegen den VfL Bochum auf der Tribüne wieder. Ein angestrebter Wechsel zu Betis Sevilla verlief ebenfalls im Sand. Nach seiner Rückkehr nach Stuttgart am Donnerstagabend fand eine Aussprache mit Thomas Hitzlsperger, Sven Mislintat und Tim Walter statt. „Das Gespräch war astrein, ein super Gespräch, es hat alles ausgeräumt“, verriet Mislintat.

Das Ende des Lieds: Ascacibar hat für sein Fehlverhalten eine Geldstrafe an eine karitative Einrichtung zu entrichten, zudem muss der defensive Mittelfeldspieler bis nach dem Spiel gegen Greuther Fürth am Samstag individuell trainieren. Über die Höhe der Geldstrafe wurde jedoch keine Aussage abgegeben. „Er weiß, dass das nicht in Ordnung war, was er da gemacht hat, und trägt das komplett mit“, erklärte Mislintat weiter.

Das Thema sei damit erledigt. Am Ende gab es sogar noch lobende Worte vom Sportdirektor: „Ich möchte sogar solche Situationen haben. Das zeigt, dass Leben in der Truppe ist. Und das muss sein.“ Ob das Thema damit aber wirklich vom Tisch ist, wird sich zeigen. Die nächste Möglichkeit, sein Können auf dem Rasen zu beweisen, bekommt Ascacibar jedoch erst gegen Arminia Bielefeld am 27. September. Sollte er dann von Tim Walter erneut nicht berücksichtigt werden, wird sich zeigen, ob die Sache tatsächlich vom Tisch ist.

Parallelen zu Donis

Ein anderes Sorgenkind hat das nicht geschafft und im Sommer das Team verlassen: Anastasios Donis. Der Grieche fiel in seiner Zeit ebenfalls mit Negativschlagzeilen auf. Auch bei ihm folgten regelmäßig disziplinarische Sanktionen und der 23-Jährige landete immer wieder auf der Tribüne und nicht auf dem Spielfeld. Bei seinem neuen Verein Stade Reims möchte er nun neu anfangen und die Zeit in Stuttgart hinter sich lassen. Ob es Ascacibar ihm im Winter gleichtut, wird sich zeigen.

Sollten sich die Eklats des Argentiniers weiter häufen, ist ein Wechsel kaum mehr zu umgehen. Denn ein einzelner Spieler muss sich am Neckar dem großen Saisonziel Wiederaufstieg unterstellen. Funktioniert das weiterhin nicht, muss gehandelt werden.

 

 

Santiago Ascacibar

Santiago Ascacibar wechselte im Sommer 2018 zum VfB Stuttgart. Der Argentinier kam vom Club Estudiantes de La Plata an den Neckar. Die Schwaben überwiesen damals rund sechs Millionen Euro nach Argentinien. Insgesamt kommt er seitdem auf  63 Pflichtspiele für die Stuttgarter.