Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft möchte mit einem Erfolg gegen Spanien einen weiteren Schritt in Richtung Europameisterschaft machen. Beim Spiel in Stuttgart kommt es gleich zu zwei Premieren.

 

 

Die Scharrena wird erstmals zur Bühne eines Länderspiels, wenn am Mittwoch, 21. März, 19 Uhr, die deutsche Frauen-Nationalmannschaft im Handball gegen Spanien ihr erstes EM-Qualifikationsspiel in diesem Jahr absolviert. Im vergangenen Jahr scheiterten die deutschen Handball-Frauen im Achtelfinale der Weltmeisterschaft. Bei dem Event im eigenen Land hatten sich die Spielerinnen mehr vorgenommen. Umso größer war damals die Enttäuschung, als für die DHB-Frauen gegen Dänemark Schluss war. Inzwischen liegt die Niederlage aber mehr als drei Monate zurück und das Team hat das nächste große Turnier im Blick – die Europameisterschaft in Frankreich, die Ende des Jahres stattfinden wird.

Beim ersten Qualifikationsspiel im neuen Jahr für die deutsche Auswahl kommt es gleich zu zwei Premieren. Zum einen machen die Handball-Frauen erstmals überhaupt halt in der Scharrena in Stuttgart. In der Halle am Neckarpark treffen sie auf Spanien. „Im noch jungen Jahr 2018 war die Scharrena bereits Spielstätte für zahlreiche Spitzensportveranstaltungen. Neben den Ligakämpfen im Handball, Volleyball und Gerätturnen wurden bereits zwei deutsche Meisterschaften im Judo und auch im Hallenhockey ausgetragen“, sagt der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer. „Mit dem Länderspiel freuen wir uns über ein weiteres sportliches Highlight. Wir sind stolz, dafür mit der Scharrena optimale Rahmen­bedingungen zu bieten.“

An Spiele am Neckar hat der deutsche Handball meist positive Erinnerungen. Beispielsweise gewann die männliche Auswahl bisher alle ihre Länderspiele in der Landeshauptstadt. Die Frauen gewannen in Stuttgart unter anderem bereits gegen Island. Bei den Spielerinnen weckt das den Ehrgeiz: „Wir freuen uns sehr auf die Fans in Stuttgart, die uns bestimmt wieder nach vorne treiben werden. Diese fantastische Unterstützung werden wir gegen die starken Spanierinnen auch brauchen, um erfolgreich in das Länderspieljahr 2018 zu starten. Wir sind auf jeden Fall bereit für ein tolles Spiel“, freut sich die deutsche Kapitänin Anna Loerper. Auch Schairer ist davon überzeugt, dass die Fans in der Scharrena die Nationalmannschaft ordentlich nach vorn peitschen werden: „Die Stuttgarter sind Handball-begeistert und werden für eine tolle Stimmung sorgen.“

Ein weiteres Debüt gibt es auf der Trainerposition. Denn Henk Groener wird erstmals als deutscher Bundestrainer an der Seitenlinie stehen und die Mannschaft coachen. Dem Neuen wollen seine Schützlinge am liebsten einen gelungenen Einstieg bescheren. Einfach wird das aber nicht, wie Groener weiß: „Spanien ist der stärkste Gegner in unserer Gruppe. Mithilfe unseres Publikums wollen wir diese Mannschaft herausfordern. Bei unserem Neu­anfang brauchen wir die Unterstützung der Zuschauer.“ In der Gruppe 6 kämpfen die DHB-Frauen mit Spanien, Litauen und der Türkei um zwei Direkttickets für die Europameisterschaft in Frankreich. Spanien ist mit zwei Siegen gegen Litauen und die Türkei bisher optimal in die Qualifikation gestartet. Deutschland ließ beim 26:26 in Litauen bereits einen Punkt liegen. Die letzten beiden Partien des DHB-Teams in Litauen und gegen die Türkei finden am 30./31. Mai und am 2./3. Juni statt. Das Rückspiel gegen Spanien bestreitet die deutsche Auswahl am 24. März in San Sebastián.

 

Die letzte WM

Bei der Weltmeisterschaft 2017 in Deutschland krönte sich Frankreich zum zweiten Mal überhaupt zur besten Mannschaft der Welt. Im Finalspiel setze sich die L’Equipe gegen Norwegen durch. Deutschland-Bezwinger Dänemark scheiterte im Viertelfinale gegen Schweden (23:26).