In wenigen Tagen startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Polen. Insgesamt 32 Mannschaften haben sich qualifiziert. Mit dabei sind auch zwei VfB-Profis – Marcin Kaminski wurde aus dem polnischen Aufgebot in letzter Minute gestrichen.

 

 

Die Bundesligasaison ist rum, dafür steht die Weltmeisterschaft in Russland vor der Tür. Vom 14. Juni bis zum 15. Juli kämpfen 32 Nationen um den heiß begehrten goldenen Pokal. Mit dabei ist auch der ein oder andere VfB-Spieler. Allen voran auch der Stürmer Mario Gomez. Nachdem der 32-Jährige vor vier Jahren aus dem Kader gestrichen wurde und somit den Titel verpasst hat, bekommt er in diesem Jahr die Möglichkeit, den Titel mit der deutschen Nationalmannschaft zu verteidigen. Diese Chance hat sich der 1,89 Meter große Angreifer auch redlich verdient. Denn nach seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg zurück an den Neckar zum VfB Stuttgart erzielte Gomez acht Treffer und empfahl sich somit für eine WM-Nominierung. Unter anderem setzte er sich dabei gegen den Münchner Sandro Wagner durch.

Gleichzeitig wird es für Gomez wohl die letzte Möglichkeit sein, mit der Nationalmannschaft den Weltmeistertitel zu gewinnen. Erfahrungen im Trikot der deutschen Mannschaft hat er bereits zur Genüge gesammelt. Insgesamt 73 Spiele absolvierte der 32-Jährige bereits für die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. 31-mal war er dabei als Torschütze erfolgreich. Etwas anders sieht es da beim Franzosen Benjamin Pavard aus. Der 22-Jährige mauserte sich in dieser Saison zu einem wichtigen Baustein der VfB-Verteidigung. Inzwischen sind auch große Clubs auf den Innenverteidiger aufmerksam geworden und bieten für ihn. Die Entwicklung des Lockenkopfes ist auch dem französischen Nationaltrainer Didier Deschamps aufgefallen, der Pavard erstmals in den Kader berief. Am Freitagabend kam er gegen Italien auf sein viertes Länderspiel im Trikot der Equipe Tricolore. Das Spiel gewannen die Franzosen mit 3:1. Bei seiner ersten WM-Teilnahme überhaupt könnte Pavard gleich vom ersten Titel träumen.

Denn die französische Mannschaft gehört in Russland zum Favoritenkreis. Bereits bei der Europameisterschaft kämpfte sich das Team ins Finale, scheiterte dort jedoch an Portugal. Mit Pavard soll es dieses Mal zum Titel reichen. Für den VfB Stuttgart war er in dieser Saison jedenfalls unabdingbar und so stand der Abwehrspezialist in allen 34. Bundesligapartien auf dem Platz und erzielte gegen den SC Freiburg sogar einen Treffer. Mit der französischen Nationalmannschaft kann Pavard leider nicht mehr auf seinen Stuttgarter Abwehrkollegen Marcin Kaminski treffen. Der 26-jährige Innenverteidiger wurde vom polnischen Nationaltrainer Adam Nawalka für den vorläufigen Kader zwar nominiert, dann aber in letzter Minute wieder gestrichen. Auch für Kaminski wäre es die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft gewesen. Insgesamt kommt der 1,92 Meter große Innenverteidiger bisher auf fünf Länderspiele.

Für den VfB Stuttgart stand er in dieser Bundesligasaison in 23 Partien auf dem Rasen. Unter der Leitung von Ex-Trainer Hannes Wolf agierte der Abwehrmann sogar im Sturm, erzielte in dieser Spielzeit jedoch keinen Treffer für den Bundesligisten. Sein Debüt für die polnische Nationalmannschaft liegt dabei bereits einige Jahre zurück. Am 16. Dezember 2011 lief Kaminski nämlich erstmals für Polen auf. Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine gehörte der 26-Jährige sogar zum polnischen Aufgebot, wurde aber im Turnier nicht eingesetzt.

 

 

Spiele der Deutschen

Die deutsche Nationalmannschaft trifft bei der Mission Titelverteidigung in der Gruppenphase zunächst auf Mexiko, Schweden und Südkorea. Die erste Partie bestreitet die Mannschaft von Nationaltrainer Joachim Löw am 17. Juni gegen Mexiko. Am 23. Juni folgt Schweden und am 27. Juni die Süd­koreaner.