Wettbewerb um das Stöckach-Areal der EnBW ist entschieden: Siegerentwurf sieht aktuell knapp 700 Wohnungen vor.

 

Sozial, ökonomisch, ökologisch nachhaltig: Ein Quartier, das eine neue Heimat vieler Menschen mit circa 60 000 Quadratmetern Wohnfläche werden soll, nimmt erste Züge an – denn der städtebauliche Planungswettbewerb für das Stöckach-Areal der EnBW ist entschieden: Die Jury wählte den Entwurf des jungen internationalen Netzwerks tong+ mit Sitz in Frankfurt am Main und Hanoi. Das Büro Hannes Hörr Landschaftsarchitektur aus Remseck erreichte den ersten Platz in Bezug auf die Freiraumplanung. „Ein überzeugender Entwurf, der zur positiven Entwicklung des Stadtteils Stöckach und der gesamten Innenstadt zwischen der Villa Berg und dem Schlossgarten mit dem neuen Stadtteil Rosenstein beitragen kann“, gab Jury-Vorsitzender Prof. Markus Allmann die Bewertung der Jury wieder. „Mit der zukunftsgerichteten Entwicklung des Stöckach-Areals will die EnBW in Stuttgart einen Unterschied im Bereich ,nachhaltige Quartiersentwicklung‘ machen, unterstrich Vorstandschef Frank Mastiaux bei der Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse.

Der Siegerentwurf von tong+ bestach dadurch, dass das Quartier durch mehrere Erschließungsachsen mit dem gesamten Stadtteil Stöckach vernetzt werde. Die Eingangsbereiche werden durch kleinere Platzbereiche geöffnet und aufgewertet. In der Mitte des Quartiers befindet sich ein größerer öffentlicher Platz, der als Treffpunkt für die Nachbarschaften und soziale Mitte konzipiert ist. Versorgungseinrichtungen, Gastronomie, kleinere Einzelhandelsgeschäfte sowie gewerbliche oder kulturelle Einrichtungen sind weitere integrale Bestandteile des Konzepts. Zum Entwurf gehören auch durchgrünte Innenhöfe. Aufatmen heißt es auch für alle, die um die Sporthalle bangten. Sie bleibt erhalten. Ein Versprechen, an das man sich hält: „Wir wollen den Stöckach sozial, ökonomisch sowie ökologisch nachhaltig und auch weiterhin ‚von Bürgern für Bürger‘ entwickeln“, betonte Frank Heberger, Generalbevollmächtigter der EnBW. Die Aussage, dass die EnBW im Stöckach bis zu 40 Prozent geförderten Wohnungsbau – deutlich mehr als im Stuttgarter Innenentwicklungsmodell gefordert – zusichert und die Wohnungen anschließend für mindestens für 20 Jahre in eigener oder öffentlicher Hand halten will, gilt nach wie vor. Knapp 700 Wohnungen sind generell nach aktuellem Stand geplant – es könnten sogar noch mehr werden, je nachdem wie der Entwurf vom Siegerbüro weiterentwickelt werde. Wie es weitergeht: Nachdem nun der Siegerentwurf feststeht, wird dieser vom Netzwerk tong+ noch verfeinert. Zudem steht die Schaffung der baurechtlichen Voraussetzung für die Entwicklung des Areals auf dem Programm – das heißt, die Stadtverwaltung wird einen neuen Bebauungsplan für das Areal aufsetzen. Baubeginn könnte voraussichtlich 2022 sein.

 

Mehr Infos online auf www.der-neue-stoeckach.de.