Aline Viola Otte hat es mit ihrem Boulderblöckle beim Start-up-Preis „Kultur und Kreativpiloten 2019“ bis ins Finale geschafft.

 

 

Bouldern ist ein Trend, der als Sport im kommenden Jahr sogar olympische Disziplin wird. Architektin Aline Viola Otte (35) aus Stuttgart, selbst leidenschaftliche Boulderin, bringt den Trendsport unter die Leute: Seit ein paar Monaten kann man den Prototyp ihres „Boulderblöckles“ unter der Paulinenbrücke testen.

Auf der mobilen Kletteranlage kann nach Herzenslust geklettert werden – und das ganz umsonst. Mit ihrer Idee hat Otte sich beim bundesweiten Start-up-Preis „Kultur und Kreativpiloten“ unter 800 Bewerbern durchgesetzt. In einer zweiten Runde hat sie ihr Projekt der Jury vorgestellt. Ob sie noch mal weiter und damit im Finale ist, wird demnächst bekannt gegeben.

96 Bewerber sind noch im Rennen, 32 dürfen zur Endrunde nach Berlin fahren. Die Chancen stehen also gut. Benjamin Horbelt von den Kultur- und Kreativpiloten erklärt: „Das Boulderblöckle besetzt eine Marktlücke, da erstmals ein kompaktes Sportgerät – nicht nur ein Spielgerät – fürs Bouldern im Außenbereich angeboten wird.“

Die Architektin betont: „Bouldern in der Halle ist nicht ganz günstig. Nicht jeder kann es sich leisten. An der öffentlichen Boulderanlage kann jeder so viel klettern wie er möchte.“ Was ihr an der Sportart besonders gefällt: „Man kommt eigentlich immer mit Leuten ins Gespräch – egal, wie alt man ist oder welches Niveau man hat.“

Den Prototyp unter der Paulinenbrücke hat sie noch selbst zusammengesägt. 40 Freiwillige haben ihr beim Aufbau geholfen. Eine Besonderheit: Das Steildach an der Rückseite ist begrünt. Otte ist Inhaberin des Architekturbüros Raumsport. Die Boulderwand ist ihr erstes Projekt. Mehr dazu gibt es unter www.alineviolaotte.com/büro-für-raumsport.html.

 

 

Wie geht es weiter?

Ob es das Boulderblöckle ins Finale des Kultur- und Kreativpiloten Start-up-Preises geschafft hat, entscheidet sich im November. Wir bleiben dran.