Keine Chance für weggeworfene Zigarettenstummel: Am „Kippster“ können Raucher ab sofort über kreative Fragen abstimmen.

 

Nicht nur in Stuttgart ist es ein Problem: Die Zahl der jährlich achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen wird weltweit auf 4,5 Billionen geschätzt. Das ist eine gigantische Zahl. Überall wird man mit den kleinen, braunen Stummelchen konfrontiert. Landet die Kippe erst mal auf dem Boden, ist sie kaum noch effizient zu entsorgen.

Der Förderverein Sicheres und Sauberes Stuttgart hat deshalb gemeinsam mit dem Stuttgarter Recyclinghof Karle Recycling den „Kippster“ ins Leben gerufen – eine Box, an der mittels Zigarettenstummel über eine Entweder-Oder- Frage abgestimmt wird. Plakative Fragen sollen zum Mitmachen anregen: Zum Beispiel „Bist du glücklich? - ja/nein“. Das Abstimmungs-Ergebnis zur Frage ist jederzeit über den Füllstand von außen sichtbar.

Karle Recycling hat zehn Kippster gesponsert. Jugendräte in Stuttgart kümmern sich jetzt um deren Installation sowie später um Leerung und Fragentausch. Auf der Königstraße und in Botnang wurden bereits Kippster aufgehängt, hier kann man schon fleißig abstimmen. Einigen mag das Prinzip bekannt vorkommen. Den Vorgänger des Kippsters, den „Ballot Bin“, gibt es nämlich schon in Stuttgart. 20 Ballot Bins (zu Deutsch wörtlich: Abstimmungs- Mülleimer) wurden im vergangenen Jahr vor Clubs der Stadt aufgehängt.

Mit Erfolg: „Die Ballot Bins werden von den Rauchern sehr gut angenommen – das hat die Hochschule für Polizei im Rahmen einer Befragung evaluiert“, sagt Ellena Krämer vom Verein Sicheres und Sauberes Stuttgart. Die ursprüngliche Idee für die kreative Kippen-Kiste kommt aus Schottland. Die 20 Ballot Bins in Stuttgart wurden sogar direkt in Schottland hergestellt. „Die Produktion in Schottalnd war ein hoher Aufwand“, so Krämer. „Der Kippster ist quasi der Nachfolger des Ballot Bins. Er wird in Stuttgart produziert – vom Mettallbau-Unternehmen Freese.“ Und: „Der Kippster ist kleiner und besser im Handling als der Ballot Bin.“

 

 

Firmen, Clubs, Bars oder Privatpersonen können mitmachen und die „Patenschaft“ für einen Kippster übernehmen. Bestellung unter www.kippster.de.