Wer sein Kind in die Kita schicken möchte, muss in Stuttgart mit unterschiedlichen Eigenanteilen rechnen. Eine Petition fordert Gleichheit für alle.

 

 

Wer sich einmal auf die beschwerliche Suche nach einem Kita-Platz gemacht hat weiß, einen zu ergattern ist nicht immer einfach. Die Nachfrage ist hoch und kann durch die Kitas der Stadt nicht gedeckt werden. Unterstützt durch die Angebote von freien Trägern versucht man den Bedarf aufzufangen. „Man meldet sich auf der zentralen Homepage an und wählt mehrere Kitas aus, alles wirkt erst einmal gleich. Ob es sich um eine städtische Kita oder einen freien Träger handelt ist nicht erkennbar“, erklärt Frauke Stevenson, selbst Mutter zweier Kinder.

Doch gleich ist es nicht, denn die freien Träger erfahren durch die Stadt nicht dieselbe finanzielle Unterstützung, wie die städtischen Kitas. Diese wiederum sehen sich gezwungen, die Elternbeiträge zu erhöhen. „Man kann nicht selbst entscheiden wo das Kind hinkommt und wenn man eine Zusage bekommt, stellt sich dann die Frage ob man sich den Platz überhaupt leisten kann.“, sagt Frauke Stevenson.

Als Elternbeirat von St. Josef wurde sie auf die Entwicklung aufmerksam gemacht. „Es herrscht eine Ungleichheit, die wir nicht verstehen“, sagt sie. Die freien Träger von Kindertagesstätten kämpfen seit mehreren Jahren um eine höhere Bezuschussung. „In einem Vorschlag wurde erarbeitet, wie eine Finanzierung aussehen könnte“, so Frauke Stevenson. Im Haushaltsplanentwurf 20/21 fand er keine Berücksichtigung. Die Folgen sind weitreichend: „Es entsteht ein doppelter Schaden. Einerseits durch die steigende Eigenbeteiligung durch uns Eltern und andererseits, da keine zusätzlichen Betreuungsplätze ausgebaut werden können“.

Frauke Stevenson kämpft weiter dafür, dass alle Eltern in Stuttgart dieselben Gebühren zahlen. „Wir Elternbeiräte von St. Josef haben gemeinsam beschlossen eine Petition zu starten. Ich hoffe das ist ein Weckruf. Umso mehr Unterschriften wir sammeln können, umso besser“, sagt sie. Die Unterschriftenliste soll im Dezember an OB Fritz Kuhn übergeben werden.

 

 

Die Petition

Was sagen Sie zu den Pro­blemen der freien Kita-Träger? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an: wochenblatt@stzw.zgs.de.

Unterschreiben kann man unter www.weact.campact.de/p/kuhn