Am Sonntag, 8. September, lädt der „Tag des offenen Denkmals“ wieder bundesweit dazu ein, hinter die Kulissen von historischen Orten zu schauen. Was es in Stuttgart diesmal zu entdecken gibt . . .

 

 

Immer am zweiten Sonntag im September öffnen in ganz Deutschland historische Bauten und Stätten, die sonst nur teilweise oder gar nicht zugänglich sind, ihre Türen. Auch am Sonntag, 8. September, gibt es beim „Tag des offenen Denkmals“ wieder Geschichte zum Anfassen. Das diesjährige Motto reiht sich in das Jubiläumsjahr „100 Jahre Bauhaus“ ein: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur”.

Das Motto erscheint wie gemacht für Stuttgarts Standseilbahn. Denn gerade die kleine Bergbahn steht für Gegensätze: Geplant im schönen Jugendstil – 15 Jahre später dann in sachlicher Bauweise erbaut – und rund 75 Jahre später nach Zwangspause mit cleverer, technischer Architektur wieder auferstanden. Die Seilbahn bietet an dem Tag besondere Einblicke: Technikführungen durch den Maschinenraum in der Bergstation am Waldfriedhof Degerloch werden in Kleingruppen etwa alle 45 Minuten am Vor- und Nachmittag angeboten.

Die Führungen dauern rund 30 Minuten. Auch die Stuttgarter Innenstadt hat am Aktionstag spannende Programmpunkte zu bieten. Mit dem Thema „Muss ein Denkmal schön sein?“ beschäftigt sich ein Stadtspaziergang entlang von Kulturdenkmalen aus jüngster Zeit – wie die Neue Staatsgalerie, die Landesbibliothek oder das Stadtpalais. Führungen finden um 10, 11.30 , 13 und 14.30 Uhr statt, Treffpunkt ist an der Freitreppe vor dem Opernhaus.

Unter dem Motto „Funktional, flexibel und transparent – ein Bauwerk der Nachkriegsmoderne“ führt Christiane Rambach durch die Universitätsbibliothek in Stuttgart Mitte. Die Führungen starten um 11, 13 und 15 Uhr, Treffpunkt ist der Haupteingang des Stadtgartens. Ein besonderes Stück Geschichte wartet im Stuttgarter Westen: Erstmalig können Besucher die gesamte Anlage des Diakonissenplatzbunkers, Forstraße 28, besichtigen. Von 11 bis 16.30 Uhr werden hier halbstündlich Führungen angeboten. Der Eintritt ist frei. Für Getränke und einen Imbiss ist gesorgt.

Auch mehrere evangelische Kirchen in Stuttgart beteiligen sich mit Kirchenführungen, Orgelkonzerten oder Turmbesteigungen. In der Stuttgarter Stiftskirche bietet Architekt Ludger Schmidt um 11.15 Uhr und 12 Uhr Führungen an.

Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 bundesweit durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Er kommt nur dank der Initiative vieler Institutionen, Kreise, Städte, Gemeinden, Verbände, Vereine, privater Denkmaleigentümer und Bürgerinitiativen zustande.

 

 

Mehr erfahren

Für die Führung durch den Maschinenraum der Standseilbahn wird um Voranmeldung bei der SSB-Pressestelle unter Telefon 0711 / 78 85 26 86 gebeten. Das ganze Programm zum Tag des offenen Denkmals gibt es unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.