Ein Liter Mineralwasser kostet 13 Cent – die gleiche Menge aus der Leitung nur einen winzigen Bruchteil.

 

 

Der Sommer kommt, und mit ihm der Durst. Viele Verbraucher stellen sich die Frage: Lieber Leitungswasser trinken oder Mineralwasser im Supermarkt kaufen? So viel steht fest: Das Wasser aus der Leitung ist immer günstiger. Rechnet man mit einem Preis von 13 Cent pro Liter Mineralwasser, dann bezahlt man für tausend Liter Mineralwasser 130 Euro.

Für dieselbe Menge Leitungswasser würde man hier in Stuttgart hingegen nur 2,74 Euro zahlen. Ein enormer Unterschied. Doch was ist besser? Stiftung Warentest sagt: Bei der Wasserqualität kommt es vor allem auf den Wohnort an. Das bestätigt auch Thomas Zuber von Netze BW in Stuttgart: „Wasser ist eine lokale Angelegenheit.“ Der Experte sagt, das Hahnenwasser könne man in Stuttgart in der Regel bedenkenlos trinken. „Viele Menschen wissen das allerdings nicht. Jeden Tag sieht man irgendwo Werbung für Mineralwasser.“

Da gerät das gute alte Leitungswasser schnell mal in Vergessenheit. Zuber betont, dass die Qualität des Hahnenwassers in Stuttgart stetig durch die Netze BW geprüft wird. Der Trinkwasserpreis in Stuttgart stieg zum Jahreswechsel 2019 um drei Prozent. Für einen typischen Haushalt bedeutete das rund einen Euro mehr im Monat. In Stuttgart werden pro Jahr rund 35 Milliarden Liter Wasser verbraucht. Mangels eigener Trinkwasservorkommen stammt das Wasser je zur Hälfte von der Bodenseewasserversorgung und der Landeswasserversorgung.

„Das Trinkwasser größerer Trinkwasserversorger besitzt eine gute bis sehr gute Qualität“, fasst ein aktueller Bericht von Gesundheitsministerium und Umweltbundesamt aus dem Jahr 2018 zusammen. Und falls es noch Zweifel gibt, empfiehlt Zuber Verbrauchern: „Verlassen Sie sich auf Ihre Sensorik – schmecken und riechen Sie das Wasser!“