Unter der Schirmherrschaft von Timo Hildebrand finden vom 11. bis 24. März in Stuttgart die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Auf die Besucher warten über 80 Veranstaltungen.

 

 

Mit einem groß angelegten Programm setzen die Stuttgarter „Heimat“-Wochen vom 11. bis 24. März ein deutliches Zeichen gegen Rassismus. Sie sind Teil bundesweiter Aktionswochen, die rund um den 21. März, den Internationalen UN-Gedenktag gegen Rassismus, veranstaltet werden. Organisiert werden die Aktionswochen vom Stadt­jugendring Stuttgart, dem Forum der Kulturen, dem Kulturzentrum Forum 3, der Antidiskriminierungsstelle Stuttgart und Luigi Pantisano, Begründer von „Bunt statt Braun“.

Der Begriff „Heimat“ ist seit Monaten in aller Munde und immer wieder zeigen sich die Schwierigkeiten, die mit diesem Wort verbunden sind – vor allem wenn es um die Arbeit gegen Rassismus geht. Der selbst ernannte „Heimatminister“ Horst Seehofer bezeichnete Migration als die „Mutter aller Probleme“ und spricht nicht etwa über rassistische Diskriminierungen, die Menschen tagtäglich erfahren. Für die Veranstalter ist Heimat „ein Ort, an dem sich jeder Mensch verwurzelt, akzeptiert, einbezogen und sicher fühlen kann – egal welcher Herkunft, welcher Hautfarbe, welcher sexuellen Orientierung, welcher körperlichen Verfassung oder welcher religiösen Zugehörigkeit.“

Heimat sollte, so die Organisatoren weiter, „kein Exklusivrecht für Alteingesessene und erst recht kein Mittel zur Ausgrenzung sein.“ Das Heimat-Team freut sich über viele Kooperationspartner, die sich gegen Rassismus positionieren. Außerdem konnten die Aktionswochen dieses Jahr den ehemaligen deutschen Meister und Torhüter vom VfB Stuttgart, Timo Hildebrand, gewinnen. Die feierliche Eröffnung der Aktionswochen findet am Dienstag, 12. März, im Forum 3, Gymnasiumstraße 21, von 19 bis 22 Uhr, statt. Es sprechen Schirmherr Timo Hildebrand, Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Schirmherrin für die bundesweiten Internationalen Wochen gegen Rassismus 2019, und Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

Am Donnerstag, 7. März, eröffnet die Ausstellung „Pursuing Peace – das Streben nach Frieden“ im Forum 3. Der renommierte griechische Fotograf Lefteris Partsalis dokumentiert die Wege Geflüchteter von der Insel Lesbos bis zu den Grenzen Nordmazedoniens. Anhand beeindruckender wie auch erschütternder Bilder zeigt er die Lebensbedingungen der Menschen in den Lagern Griechenlands. Das Junge Ensemble Stuttgart zeigt am Mittwoch, 13. März, um
19 Uhr ein Theaterstück zum Thema Populismus. Regisseur Sascha Flocken und sein 4-köpfiges Ensemble spüren in „Scream. Ein populistisches Mashup“ die Mechanismen populistischer Sprache auf und entlarven sie. Im Anschluss an die Vorstellungen steht das künstlerische Team zum persönlichen Gespräch bereit. Weitere Infos finden sich unter www.jes-stuttgart.de

 

 

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Eine Programmübersicht erhalten Interessierte unter www.heimat-wochen.de/events. Die Anmeldung für die Veranstaltungen ist möglich per E-Mail an heimat@sjr-stuttgart.de.