Noch im Herbst startet der Wettbewerb zur  Umgestaltung der B14 in der Stadtmitte. Der Bau nimmt größere Dimensionen an als gedacht.

 

 

Tausende Autos fahren tagtäglich auf der B14 in der Innenstadt. Seit mehr als 30 Jahren  wurde immer  versucht, etwas zu verändern – ohne Erfolg. Auch eine erweiterte Kultur­meile  zwischen Charlottenplatz und Gebhard-Müller-Platz ist lange im Gespräch.

Jetzt kommt  Bewegung in die Sache: Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb soll im Herbst starten. Bisher wurden drei Abschnitte als zentrale Bereiche der Umgestaltung vorgeschlagen – diese sind das Ergebnis der Bürgerbeteiligung „Neuer Stadtraum B14“ vom 21. Juli 2018: Vom Österreichischen Platz bis zum  Wilhelmsplatz, vom Wilhelmsplatz bis zum Charlottenplatz sowie von diesem bis zum Gebhard-Müller-Platz.

Doch das Ganze  nimmt eine weit größere Dimension an, was ein Wunsch aus der Bürgerbeteiligung war. „Ein Gesamtkonzept soll über die gesamte Länge des Stadtraums, das heißt vom Marienplatz  bis zum Schwanenplatztunnel, erarbeitet werden. Einbezogen werden soll der Abschnitt von Charlottenplatz bis Kunstmuseum, ebenso die Planie“, erklärte Verkehrsplaner Stephan Oehler im Bezirksbeirat Stuttgart-Ost.

Die wichtigsten Eckdaten gibt es, sie dienen als Grundlage für die Auslobung des Wettbewerbs, damit die Gremien nach der Sommerpause beraten können. Die Eckpunkte des Mammutprojekts: Beseitigung der Trennwirkung, mehr Grün,  attraktive Aufenthaltsorte, eine „echte Fahrradstadt“ schaffen, nachhaltige Mobilität, Klimaschutz fördern, für verbesserte Wegeverbindungen zwischen Stadtquartieren und den kulturellen Einrichtungen sorgen. Und vor allem ein Verkehrskonzept entwickeln, das gesamtstädtisch funktioniert.

„Es ist zunächst ein Ideenwettbewerb – mit diesen will man die Grundlage für weitere Planungen erhalten“, so Oehler. „Und alle Abschnitte sollen  gleich behandelt werden. Auch die Bürgerbeteiligung soll weiter dabei sein.“

 

 

Zeitplan

Bis November soll die Auslobung des  Wettbewerbs zum neuen Stadtraum B14 erarbeitet werden. Der Beschluss  ist für Dezember angedacht, dann startet auch der städtebauliche Ideenwettbewerb. Die Ergebnisse werden im ersten Halbjahr 2020 vorgestellt, im zweiten Halbjahr 2020 soll die Vergabe von  Machbarkeitsstudien folgen.