Die Stadt sagt der Vermüllung den Kampf an: Ab sofort sind über 120 neue Mitarbeiter und 45 neue Fahrzeuge in allen Stadtbezirken im Einsatz.

 

 

Es wirkt wie eine Kampfansage: Auf dem Stuttgarter Marktplatz leuchtet es von überall her in Neon-Orange. Ein Meer aus Reinigungskräften bringt sich in Stellung. Stuttgart geht in puncto Sauberkeit in die Offensive. Die Stadt hat 123 neue Stellen geschaffen und 45 Reinigungsfahrzeuge gekauft.

„Heute fällt der Startschuss für die saubere Stadt Stuttgart“, sagt Thomas Heß, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft. „Bisher waren wir als Großstadt im Vergleich mit anderen Städten eher schlecht ausgerüstet. Durch die über 100 neuen Stellen können wir uns jetzt sehen lassen.“ Zehn Millionen Euro pro Jahr will die Landeshauptstadt bis 2022 in das neue Konzept investieren.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagt: „Der achtlos weggeworfene Müll in Stuttgart nimmt Überhand – ob auf den Straßen, in Parks oder auf öffentlichen Flächen.“ Er ist sich sicher: „Mehr Sauberkeit hat den Effekt: Wo weniger Müll rumliegt, werfen die Menschen auch weniger Müll hin – denn die Hemmungen sind dann größer.“ Im Kampf gegen die Vermüllung im Einsatz: Zwei „Kaugummi-Maschinen“. Sie arbeiten mit Heißdampf gegen die fiesen Klebegeister. „Der Belag sieht nach der Behandlung aus wie neu“, verspricht Heß. Moderne Technik sei aber nicht alles: Oft müssen die Reinigungskräfte selbst Hand anlegen – dort, wo die Maschinen nicht hinkommen.

Heiko Wiebers, Personalvorsitzender der Abfallwirtschaft, sagt: „Das Sauberkeitsproblem ist in allen Stadtbezirken ein Thema.“ Die neuen Reinigungskräfte sind daher auch in den Außenbezirken im Einsatz. Der Fokus liegt weiterhin auf der Innenstadt. In Stuttgart-Mitte sind ab sofort 44 Personen 22 Fahrzeuge mehr als bisher unterwegs.

 

 

Wo ist es am schlimmsten?

Gibt es Ecken in der Stadt, an denen Ihnen die Vermüllung besonders auffällt? Haben Sie Erfahrungen mit Kaugummis an den Schuhsohlen oder Partyvolk gemacht, das seine Bierdosen überall liegen lässt oder rücksichtslos in die Straßenecken pinkelt? Das Wochenblatt ist gespannt auf Ihre Zuschriften per E-Mail an  wochenblatt@stzw.zgs.de.