„Spatzen top, Insektenfresser flop“ lautet in etwa das Resümee der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“. Die Amsel ist eines der Sorgenkinder.

 

 

Bei der 15. bundesweiten Vogelzählaktion im Mai verzeichnete der Naturschutzbund Deutschland e. V. (Nabu) mit insgesamt mehr als 74 000 Vogelfreunden einen neuen Teilnehmerrekord. In Baden-Württemberg beteiligten sich knapp 7800 Menschen, in Stuttgart waren es 326 und in Esslingen (Stadt und Landkreis) 350.

Bundesweit wie regional ist der Haussperling, besser bekannt als Spatz, die am häufigsten beobachtete Vogelart und gehört damit zu den Nutznießern des Rekordsommers 2018. Allerdings hat dessen Vorkommen, entgegen dem bundesweiten Trend, in Esslingen um neun und in Stuttgart sogar um 21 Prozent abgenommen.

Dennoch sind die Naturschützer des Nabu zuversichtlich, dass sich der Abwärtstrend nicht weiter fortsetzt, nachdem der Spatz seit 2002 in der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel Deutschlands geführt wird. Größere Sorge bereitet die Amsel, bei der sich wie befürchtet ein Rückgang von bundesweit zehn Prozent erweist. In Stuttgart fallen die Werte mit minus 21 und in Esslingen mit minus 29 Prozent sogar noch weitaus dramatischer aus.

Als katastrophal bewerten die Naturschützer unter anderem auch die Zahlen für Mauersegler und Mehlschwalben: „Das Fehlen der Fluginsektennahrung und das Verschwinden von Brutnischen an Gebäuden sind wahrscheinlich die Ursachen.“

 

 

Nächste Zählaktion

Der „Insektensommer“ ist eine Gemeinschaftsaktion von Nabu und LBV und ihres gemeinsamen Partners naturgucker.de und findet 2019 zum zweiten Mal statt. Während des Meldezeitraums können Sie hier ganz einfach Ihre beobachteten Insekten online melden. Die Beobachtungszeiträume sind bis 9. Juni (Meldeschluss 16. Juni) und vom 2. bis 11. August (Meldeschluss 18. August).