Eintauchen, seine Bahnen ziehen, auftauchen – das passierte am Wochenende im Inselbad hundertfach. Geschwommen wurde für einen guten Zweck.

 

 

Ob man als Einzelschwimmer seine Bahnen zieht oder als Familie oder Schülerteam antritt – das ist beim 24-Stunden-Schwimmen nicht von Bedeutung. Und obwohl es Wertungsklassen und Medaillen, Urkunden und Sachpreise gibt, ist auch das nicht der einzige Anreiz, an der Veranstaltung mitzuwirken. Denn hier geht es darum, Spaß am Schwimmen zu erleben und für den guten Zweck ins Wasser zu springen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Schwimmerbund Schwaben 1895 Stuttgart. Alexander Wolff hat die Veranstaltung mit vielen anderen Helfern koordiniert. Der Aufwand lohnt sich, denn: „Bei der ersten Veranstaltung haben wir uns über fast 300 Teilnehmer gefreut. Letztes Jahr konnten wir leicht über 600 Teilnehmer begrüßen.

Natürlich würden wir uns ein weiteres Wachstum wünschen, stoßen dabei aber an die Kapazitätsgrenzen des Bades. Obwohl wir das größte Stuttgarter Schwimmbecken für diese Veranstaltung nutzen können, hatten wir 2018 erstmals Warteschlangen an den Bahnen.“ Die Aktion sei vor allem als Werbung für den Schwimmsport gedacht. Aus rein finanziellen Gründen würde man die Veranstaltung nicht durchführen. Bei insgesamt rund 700 Helferstunden bliebe da umgerechnet ein Stundenlohn von circa 1 Euro übrig. Es gehe daher um den Schwimmsport an sich, um Spaß im Wasser und um das Erfahren der eigenen Grenze ohne Wettkampfcharakter.

Alexander Wolff: „Bei dieser Veranstaltung herrscht eine ganz besondere Stimmung. Alle arbeiten zusammen und unterstützen sich. Jeder freut sich über die Leistung des anderen, auch wenn dieser am Ende in der Gesamtstreckenwertung den Pokal bekommt. Viele Teilnehmer gehen stolz aus der Halle, weil sie mit ihrer Leistung zufrieden sind. Diese Rückmeldung kommt auch bei den Helfern an, die deswegen jedes Jahr auch gerne wieder mitmachen. An dieser Stimmung hat sich seit der ersten Veranstaltung nichts geändert - auch wenn das für einige eine wirklich lange Veranstaltung ist. Mit Auf- und Abbau ist der harte Kern des Teams 32 Stunden durchgehend auf den Beinen.“ Für jede von einem Teilnehmer erreichte Goldmedaille geht 1 Euro ans Olgäle.

Vor zehn Jahren haben sich die Veranstalter entschieden, das Kinderkrankenhaus zu unterstützen. Das Geld komme direkt bei den kleinen Patienten an und helfe deren Situationen zumindest für kurze Augenblicke zu verschönern. „Das finden wir eine wichtige Zielsetzung, die wir in diesem bescheidenen Rahmen unterstützen. Seither konnten wir jährlich zwischen 400 und 600 Euro spenden.“

 

 

Ergebnisse

Ergebnisse vom 24-Stunden-Schwimmen findet man auf www.sb-schwaben.de.