Kinderspielstadt Ratzelbach im Jugendhaus Untertürkheim: Am 16. März ist Anmeldetag.

 

Erst in der letzten Juliwoche wird das Kinder und Jugendhaus Café Ratz wieder zur Kinderspielstadt. Doch schon bald gibt es die Möglichkeit, sein Kind dafür anzumelden. Denn die Plätze sind begehrt, und das schon seit 14 Jahren. So lange gibt es die Kinderspielstadt schon.

Silvia Rehm, Leiterin des Kinder und Jugendhaus in Untertürkheim, freut sich auf die Veranstaltung: „Wir haben Platz für 180 Kinder. In den ersten Jahren konnten wir leider nicht alle Kinder bei uns unterbringen, damals gab es auch insgesamt nur zwei Kinderspielstädte im Sommer. Jetzt sind es vier, dazu gibt es Alternativen wie etwa Waldheime. Deswegen sind aktuell die Chancen gut, hier einen Platz für die Kinderspielstadt zu bekommen.“ Die Kinder, die in die Kinderspielstadt Ratzelbach gehen, kommen aus dem Einzugsgebiet Hedelfingen, Obertürkheim, Untertürkheim und Bad Cannstatt.

In Zusammenarbeit mit den Spielmobilen Region Neckar und Bad Cannstatt und dem Kindertreff Untertürkheim soll in einer Woche ein buntes Stadtleben entstehen. Täglich von 10 bis 17 Uhr beleben die Spielstadtbürger ihre Stadt, suchen sich einen Arbeitsplatz. Sie sind dann als Schreiner, Gärtner, Unternehmer oder auch Postbote tätig, verdienen ihr eigenes Geld, führen Steuern ab und können einkaufen. Und auch ein Bürgermeister wird von den Kindern gewählt.

Silvia Rehm erläutert: „Wir legen viel Wert darauf, dass Kinder die Stadt selbst gestalten. Wir vom Jugendhaus haben das Konzept, wissen, wie wir das Innenund Außengelände gestalten, wo wir die Hütten, Buden und Zelte aufbauen. Die Ausgestaltung der Stadt übernehmen aber die Kinder selbst. So entsteht ein buntes Treiben, die Kinder finden ein Namen für ihre Betriebe, organisieren sich ihre Möbel bei der Schreinerei, wählen den schönsten Stand.

Und auch das Motto der Stadt entsteht durch den Alltag in der Spielstadt.“ Nach der Kinderspielstadt ist vor der Kinderspielstadt, deswegen haben die Vorbereitungen schon im letzten Sommer begonnen. Im August wird das Material eingelagert, im September trifft man sich zu ersten Planungen für die nächste Spielstadt und bildet Arbeitsgruppen. Ende Dezember wird der Flyer fertiggestellt. „Dann stehen schon die Kurse und Fortbildungen für die Helfer an. Denn ohne die geht es hier nicht. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Helfern für die Kinderspielstadt“, so Silvia Rehm. Wer mitmachen möchte, der erläutert auf einem Fragebogen seine Interessen, Fähigkeiten und Erfahrungen. Und lernt dann das Team der Helfer und Mitarbeiter des Jugendhauses bei einem Treffen kennen.