Noch leidgeplagt von den Arbeiten entlang der Dietbachstraße in Richtung Fellbach und Luginsland stehen ab Herbst der Karl-Benz-Platz und die Augsburger Straße im Fokus von Bauarbeiten.

 

 

Auch dieses Mal gibt es an der Ursache für die Maßnahme nicht viel zu bemängeln. Waren es entlang des Dietbachs Bauarbeiten für das neue Trinkwassernetz, muss nun bis ins Frühjahr 2022 ein neues Regen- und Abwasserkanalsystem verlegt werden. Seit mehr als hundert Jahren wird das Abwasser von der Wallmer-Siedlung über Kanäle, die die Bahngleise am Eszetsteg unterqueren, in Richtung Benzstraße geführt. Doch auf Grund der S 21 Bauarbeiten ist diese Ableitung nicht mehr möglich, erklärt Ekkehardt Schäfer, der Leiter der Stadtentwässerung Stuttgart (SES). Im Januar 2022 läuft der Durchleitungsvertrag mit der Deutschen Bahn aus: „Entsprechend steht eine ziemliche Dringlichkeit bei der Maßnahme an“, so Schäfer weiter.

Denn insgesamt werden rund 18 Monate für die Arbeiten veranschlagt – bedeutet im Herbst 2020 sollte es spätestens losgehen. Da die alten Strecke nicht mehr möglich ist, soll das Abwasser künftig von der Abzweigung Stubaier Straße/Augsburger Straße entlang der Augsburger und Arlbergstraße bis zum Karl-Benz-Platz geführt werden, wo das saubere Regenwasser in Richtung Neckar fließt und das zu reinigende Abwasser in Richtung Kläranlage und Bad Cannstatt. Die Streckenführung verrät bereits: Das geht auf Kosten der Autofahrer. „Da wir auf diesen Abschnitt eine offene Bauweise nutzen werden, wird dies erheblichen Einfluss auf den Verkehr haben“, sagt Schäfer. Konkret bedeutet dies: Dass für fünf bis acht Monate der Verkehr vom Karl-Benz-Platz kommend in Richtung Bad Cannstatt die Augsburger Straße nicht mehr nutzen werden kann.

„Für die Anwohner wird es natürlich Zufahrtsmöglichkeiten geben, allerdings nicht für den Durchgangsverkehr“, sagt Schäfer. Der Verkehr aus Richtung Bad Cannstatt wird die Strecke weiter passieren können. Im Anschluss an diese einseitige Komplettsperrung wird es eine Fahrbahnverengung geben: „Diese wird per Ampel abwechselnd für beide Seiten passierbar sein, bis die Maßnahme beendet ist“, sagt Schäfer. Derzeit geht man von einer Gesamtbauzeit von rund 18 Monaten aus. Der Startschuss soll im Idealfall im September 2020 erfolgen.

„Allerdings stehen noch Prüfungen vom Umweltamt und Sondierungsbohrungen im Zuge einer möglichen Kampfmittelbeseitigung an“, so Schäfer, die einen Baustart verzögern könnten. Auch die Arbeiten am Karl-Benz-Platz weiter in Richtung Neckar werden es in sich haben: „Zwar sind hier die Behinderungen für alle Verkehrsteilnehmer geringer, dafür waren die Vorplanungen bereits sehr anspruchsvoll“, sagt Schäfer. Es gilt den Schutzbunker, die diversen Stadtbahnlinien, eine alte Fußgängerunterführung sowie alte Schächte von Versorgungsleitung zu umkurven.

 

 

Baustellen

Informationen zu den aktuellen Baustellen in Stuttgart gibt es auch im Internet unter www.stuttgart.de/baustellenkalender.