Ortsmuseum Untertürkheim/Rotenberg öffnet am 7. April mit einer Ausstellung über bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten.

 

 

Klaus Enslin ist der Vorstand des Bürgervereins Untertürkheim, der das Ortsmuseum betreibt. Seit zehn Jahren ist er Mitglied im Verein, seit sechs Jahren fungiert er als Vorsitzender. Er ist aktuell dabei, die Ausstellung mit seinen Vorstandskollegen vorzubereiten. In dieser werden vier Persönlichkeiten vorgestellt: Albert Dulk trat vor allem als Schriftsteller, Theaterkritiker, Literaturtheoretiker, Freidenker und Vorkämpfer der erwachenden Arbeiter- und Sozialistenbewegung im Kaiserreich des 19. Jahrhunderts in Erscheinung.

Von 1871 bis zu seinem Tod 1884 lebte das Multitalent, das auch als Weltenbummler und Athlet von sich reden machte, in Untertürkheim. „Anlässlich seines 200. Geburtstages wird Ende des Jahres der Albert-Dulk-Preis verliehen“, so Klaus Enslin. Eduard Fiechtner, Ehrenbürger von Untertürkheim, war der letzte Schultheiß der damals noch selbstständigen Gemeinde Untertürkheim. Er verantwortet den Bau einer Wasserversorgungsanlage und des ersten gemeindeeigenen Elektrizitätswerks in Württemberg.

Carl Schmauk wurde 1868 als Sohn eines Weingärtners geboren und lebte und arbeitete als Maler, Illus­trator und als freischaffender Künstler in Untertürkheim bis zu seinem Tod 1946. Lokale Bedeutung erreichte sein Bild „Untertürkheimer Bergpredigt“, ein Kolossalgemälde in der Stadtkirche, das Jesus im Kreis Untertürkheimer Bürger darstellt. In einem Schaufenster in der Fußgängerzone in Untertürkheim befinden sich einige Tafeln, um auf Carl Schmauck anlässlich seines 150. Geburtstags aufmerksam zu machen.

„Alexander Beutter müssen wir einfach mal in größerer Runde präsentieren“, sagt Enslin. Beutter wurde 1926 Ehrenbürger der Gemeinde Rotenberg. Er war von 1891 bis 1926 erster ständiger Pfarrer in Rotenberg und auch als Musikfachmann engagiert. Außerdem gründete er eine Theatergruppe.

 

 

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Eröffnung ist am Sonntag, den 7. April um 11 Uhr, geöffnet ist an diesem Tag bis 16 Uhr. Führungen sind um 11 und 14 Uhr. Anschließend ist immer am ersten Sonntag von Mai bis September von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die Ausstellung geht bis 8. Oktober. Führungen finden nach Absprache statt. Das Ortsmuseum befindet sich in der Württembergstraße 312.