Morgen wählt der Gemeinderat einen neuen Bezirksvorsteher für Vaihingen. Vier Kandidaten stehen zur Wahl. Wolfgang Meinhardt freut sich auf viele Urlaube im Ruhestand.

 

 

Wer die vier Kandidaten sind, wird offiziell noch nicht verraten. „Da es sich um ein laufendes Bewerbungsverfahren handelt, nennen wir keine Namen – aber ich kann sagen, dass es vier sehr interessante Kandidaten sind“, erklärt Stadtsprecher Sven Matis auf Nachfrage. Morgen, am Donnerstag, 8. März, werden sich ab 16.30 Uhr, die Bewerber nacheinander einzeln im Gemeinderat präsentieren. „Sie stellen sich kurz vor, stehen für Fragen zur Verfügung und verlassen dann den Saal“, verdeutlicht Matis. Anschließend wird geheim abgestimmt, die Bewerber dürfen wieder reinkommen, „dann bekommt der Gewinner oder die Gewinnerin einen Blumenstrauß vom OB überreicht.“

Das Amt wird der neue Bezirksvorsteher offiziell am 1. Juni von Wolfgang Meinhardt übernehmen. Der 64-Jährige hat nach über 13 Jahren im Rathaus offiziell Ende Mai seinen letzten Arbeitstag. Doch dank seines Resturlaubs verabschiedet er sich bereits Ende April und kommt nur noch für ein paar Termine zurück: Ende April wird es eine offizielle Abschiedsveranstaltung geben. Am Dienstag, 15. Mai, 18 Uhr, wird er seine letzte Bezirksbeiratssitzung leiten.  Ob er die Abende in der Alten Kelter vermissen wird? „Na ja, sie gingen meistens schon arg lang – künftig werde ich dienstags abends gemütlich zu Hause sitzen und die Füße hochlegen.“ Seine weiteren Pläne für den Ruhestand lauten: „Tüchtig reisen – auch mal spontan, ohne vorher alles mit dem Stellvertreter abzustimmen und die Urlaube um Pflichttermine herumzulegen.“

Die erste Reise ist auch schon gebucht: Eine Woche nach Rom. Zudem werden die Eheleute – „meine Frau ist noch frankophiler als ich – ihre Frankreichreisen intensivieren. Doch bevor er die Koffer packt, will er seinem Nachfolger die Hand reichen: „Ich werde anbieten, dass wir uns zusammensetzen.“ Einen konkreten Rat für den neuen Bezirksvorsteher könne er nicht benennen. „Vaihingen ist so ein komplexer Stadtbezirk – man muss mit allen Generationen ins Gespräch kommen.“ Das beginne bei der Kinderbetreuung und den elf Schulen, die versuchen zu einem Campus zusammenzuwachsen und gehe über die Ansiedlungen von Daimler und Allianz bis zum Eiermann-Areal – und nicht zuletzt gibt es das Thema der Verkehrsprobleme. Genau diese werde Meinhardt nicht vermissen.

 

Wann gewählt wird

Die öffentliche Vorstellung der vier Kandidaten findet in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 8. März, 16.30 Uhr, im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses, 3. Stock, Marktplatz 1, statt. Im Anschluss wird geheim gewählt.