Nochdem dr Stuegerter OB Fritz Kuhn sein Rückzug en’s Rentnerleba a’kündigt hot, hätt mr eigentlich erwarta kenna, dass die grüne OB-Kandidata sofort aus em Boda sprießat. Aber weit gefehlt. Älle, wo bei der Greane hoiß ghandelt worda send, hend en Rückzieher gmacht. Do muaß mr sich scho froga, ob des so a Bürde isch, en dem Stuegerter Kessel OB zom sei? Em Oberland hoißt’s jo: „En Stuegert mecht i net amol tot überm Zau’ hänga!“ Vielleicht isch do jo was Wohr’s dra.

Die Greane-Granden Özdemir und Aras hend abgwonka. Jetzatle soll’s d Veronika Kienzle, Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Mitte richta. Bei der CDU hend aber glei a paar gern a’treta wella ond mit de Fiaß gscherret. Aber die Findungskommission hot die Amtsträger, dia gern dädat, net für geeignet gfonda. Karin Maag, Alexander Kotz und Stefan Kaufmann sollat bleiba wo se send. Drfier kennt’s dann oiner von de OB‘s aus de Städt aus dr Region macha. Des hot sich scho rauskrischtallisiert. Dr Frank Nopper von Backnang soll’s jetzt also macha ond Chef von 20.000 Stuegerter städtische Mitarbeiter werda. D’ SPD hot den Quereinsteiger ond erschta Kandidata, Marian Schreier, kalt g’stellt ond ihren Fraktionsvorsitzenda Martin Körner auf da Schild ghoba.

Egal, wer’s Renna macht – mir brauchat en OB, der leutselig isch ond Charme hot, der die verschiedene gesellschaftliche Gruppa anerkennt ond fördert, denn jeder hot sei Art, wie dr Bock sein Bart. Ond mir brauchat an OB, der Verwaltungsfachmann isch ond sich von seine Beamte net an dr Nos romführa lässt ond dem oina oder andera Sesselfurzer a bissle Dampf ondrm Hendra macht. Vielleicht sott sich mein Nochbere – Sie wissat ja, des propere 150-Kilo- Prachtsweib – bewerba, dia hätt Dampf uf dr Pfeif’!

Bis näggschd Woch'
Ihr Wulf Wager

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