Seit 1952 sind Badener, Württemberger ond Hohenzollern im Südweschtschtaat, der sich Baden-Württemberg nennt, zammagschlossa. Des send bald 70 Johr! Ond emmer no moinat dia Badener, dass se elementar benochteiligt seiet. Die badische Separatischtabewegung „Landesvereinigung Baden in Europa“ beklagt sich aus Anlass der Feier zom 200. Geburtstag von dr erschta badischa Verfassung, dass es überall em Ländle gleichwertige Lebensverhältniss‘, Infrastruktura ond Arbeitsvrhältnis geba muss. Württaberg häb viel meh von derra „Zwangshochzeit“ profitiert als Bada: Meh Stroßa ond mehr Ausstellungsgegaständ im Haus der Geschichte... mimimi.

Solche Jammerlappa! Ond überhaupt, wieso feirat dia a monarchische Verfassung? Dia Badener hängat doch ihr Fähnle in da Wind – ond zwar em wahrschta Sinn vom Wort. Gangat mol nom ens Badnerländle ond guggat, wieviel gelb-rot-gelbe Fahna dort wehat. 1998 hend die Badener 150 Johr Badische Revolution gfeiert. Domols hättat se da Markgrafa am liebschta aufhänga, oder wenigschtens vertreiba wella. Ond zwanzg Johr später feirat se a monarchische Verfassung.

Bloß nebabei: Württaberg hot mit dem Tübinger Vertrag von 1514 scho a Verfassung ghet. Guggat mol, was die auf ihrer website schreibat: „Die Landesvereinigung sieht sich in besonderer Weise durch den überzogenen zentralistischen Kurs herausgefordert, den Landesregierung und Landtag seit Jahren steuern. Er führte zu einer ungesunden Massierung von Landesbehörden, Institutionen und Verbänden in Stuttgart, denen die Hauptverwaltungen von Banken, Versicherungen und anderen Einrichtungen – oft mit Unterstützung der Landesregierung - folgten.“ Jetzt frog i euch, en welchem Bundesland des andersch isch? Landeshauptstadt isch nun mal Landeshauptstadt!

Mi nervt des Geheule von de Badener schao lang. Deshalb han i die „Württabergische separatistische Befreiongsfront“ gründet. Ziel: Schenkt Baden den Franzosen!

C’est tout, au revoir.

Bis näggschd Woch’

 

 

Ihr

Wulf Wager


kolumne@wulf-wager.de