Leutla, Sektherstellung isch a kompliziert’s Verfahra, des onsere Wengerter en dr Stadt ond en dr Region perfekt beherrschat. Klar, so a Fläschle Winzersekt koscht halt ab 6 Euro aufwärts. Dodrfier hosch no aber au Qualität em Gläsle. Onsre Wengerter schuftat dodrfier s ganz Johr: Reba schneida, hacka, entblättra, lesa, vergära, abfülla, auf d‘ Rüttelbank, täglich dreha, degorgiera, etikettiera...

Zoma guada Sekt passt a guads Essa, zoma billiga Sekt passt bloß a Kopfwehtablett. Nadierlich kam r au en billiga Sekt kaufa. Ka mr scho macha – isch aber bleed. Was do dren isch, kennat r euch selber denka. Kopfweh vorprogrammiert. Beim Discounter geit’s sechs Flascha Sekt für 13.94 Euro, also knapp 2.33 Euro für d‘ Flasch. Dodrvo fließat zerscht amol 37 Cent Mehrwertsteuer ond dann nomole 1.02 Euro Sektsteuer an da Vater Staat. Die schwere Glasflasch, dr Plaschtikkorka, des Drahtkörble, des en fescht en dr Flasch hält, die Staniolkapsel ond des Etikett koschtat zsamma mindeschtens au nomol 50 Cent.

Macht also zsamma 1,89 Euro an Verpackong ond Steura. Do bleibt nemme viel übrig, zom en ganz Europa die Grundweine aufzomkaufa, dia no zsammapanscht ond en riesige Stahltanks vergora werdat. Dr eigentliche Inhalt von so ra Flasch isch also höggschdens 40 Cent wert. Ond so ebbes wellat ihr ’s Gürgele na lau? Pfui Teifl. Do kasch jo glei aus em Neckr saufa. Net amol an dr Fasnet sott ma so a Plörre trenka. Gönnat euch en württabergische Wengertersekt. Do machat’r nix falsch. Noch em dritta Glas Sekt sott ma sowieso uf Whisky omsteiga, do kippat d Gläser net so leicht om.

Zom Wohl.

 

 

Bis näggschd Woch’

Ihr

Wulf Wager
kolumne@wulf-wager.de