I ben en großer Freind von Traditiona. Des macht ons Schwoba a Stück weit aus, des isch oifach a Stickle von onsrer Identität, so wia onser schwäbische Sproch. Ond a Stickle von onsrer Identität isch au die schwäbische Wirtshauskultur.

Leider send des älles Sacha, die es immer weniger gibt. D’ Leut schwätzat weniger schwäbisch, lebat weniger Traditiona ond hockat emmer weniger ens Wirtshaus nei. ’s geit jo en Stuegert kaum no a schwäbisch’s Gaschthaus, wo mr saure Nierla, Kuttla oder en Spickbrota kriagt. A scheene Traditio war frieher, dass mr vor dr Adventszeit nomol richtig tanzt hot.

Des war emmer om da Tag von dr Heiligen Katharina (25.11.), wo mr zom letschta Mol danzt hot, bevor mr sich mit em Advent auf die Ankunft vom Heiland vorbereitet hot. Ond jetzt kommt’s: Mir brengat des älles zsamma: Schwäbisch schwätza ond senga, guat’s Essa, Wirthauskultur ond dr letschte Danz!

Am kommenda Freidich, 29.11. lad i Sie saumäßig herzlich en des alte Traditionsgasthaus Ochsa en Uhlbach ei. Do mach i zsamma mit meiner Spundlochmusig ond dr Trachtagruppe von Bad Cannstatt en scheena Kathreintanz. So wie’s frieher gwäa ischt. Om Achte goht’s los. Do ka mr essa, trenka, danza oder oifach bloß dene scheene alte Tanzbodamelodia von dr Spundlochmusig zuhöra, die an dem Obend au no ganz offiziell ihr neue CD „g’lüschtig“ vorstellt. Ond?

Send Sie jetzt au g’lüschtig worda? No dät i mi freia, wenn i Sie am Freidich em Ochsa seha dät. Vielleicht kommt jo mei Nochbere au – Sia wissat jo, des propere 150-Kilo-Prachtsweib.

 

Bis näggschd Woch’

 

Ihr

Wulf Wager

 

kolumne@wulf-wager.de