Mir Menscha send dia onzige Spezies uf derra Welt, wo Gift uf ihr Essa spritzat – Schlanga ausgnomma. Warom mr des machat, frogat Sia? Sicher net, weil des Essa dodurch besser oder xünder wird. Dodrfier gibt’s zwoi Gründ: 1. Damit die Baura mehr ond sichere Erträge erwirtschaftat, weil se für des, was se produzierat, kaum a a’ständigs Geld kriegat, weil mir bei Nahrungsmittel bloß billigschte Preise im Discounter akzeptierat.

Also muass in Masse inveschtiert werda ond net en Qualität. 2. Weil die Argarchemieinduschtrie viel Geld vrdiena will. Mit dem Geld kennat se no wieder Parteia finanziera, die dann ganz in denne ihrem Sinn Gesetze und Verordnunga erlassat, oder EU-Verordnunga zustimmat, die dann dr Agrarchemieinduschtrie no meh Geld in d’ Kassa spült, die dann dodrmit wieder Parteia finanziera kennat... Ein wunderbar g’schlossener Kreislauf der Naturausbeuter.

Jetzt hot dr Demmschte von dene Dubbel in Berlin doba, der aus Bayern bzw. Franken stammende ond in keiner Weise für den Job qualifizierte Agrarlobbyindaarschkriechminischter Schmidt dem weitera Einsatz vom dem Gift Glyphosat bei der EU zugstemmt, obwohl sei Chefin, die Uckermark-Angie ond sei raote Zwanzigprozent-Umweltminischter-Kollegin Hendricks drgega waret. Im Koalitionsvertrag stoht aber, wenn die GroKo en oim Thema auf Europaebene net einig isch, no hot mr sich zu enthalta. Des hot der Gift-Schmidt, der Glysolphator, aber net doa, sondern mit Fleiß entgega dem Vertrag, zugstemmt.

Mei Liaberle! Wenn mi oiner von meine Gschäftspartner oder Mitarbeiter so hendrganga, ond eindeutig gega gemeinsam austüftelte Verträg handla dät, no dät i den bis zom Hals em Mischthaufa vrgraba ond was drüber nausguckt mit Gwalt neiklopfa. So ein Granadataallmachtssiach, so en dreggeter. Des Problem isch jo, dass mir koi ordentliche Bundesregierung hend, sondern bloß a gschäftsführende.

Ond selbscht wenn dr Schulz wieder mit dr Merkel kuschelt, des extrem o’wahrscheinlich isch, dass dr Schmidt nomol Minischter wird. Der isch jo net deshalb Agraminischter worda, weil er do extreme Kompetenza hot, sondern weil dr Franke Friedrich wega dr Affäre Edathy hot ganga miassa ond die CSU en evangelischa Franke braucht hot, zom die Parität im gelobten Land Bayern zom halte. Ond do hot’s halt bloß den Schmidt geba, der Zeit ghet hot.

Dät me net wirklich wondra, wenn der bis späteschtens ema Johr en extrem guat dotierta Poschta bei Bayer-Monsanto kriaga dät. Dann allerdings wär er nemme der Glyphosator, dann wär er dr Korruptionator. Do fällt mir en aldr Spruch ei: Man muss Gott für alles danken, bloß net für solche Franken...

 

 

Bis näggschd Woch’

Ihr

Wulf Wager
kolumne@wulf-wager.de