Warat Se scho em Kino? Noi, no sottet Se schnell ganga, solang der schwäbische Bäckerkultfilm no lauft. „Do goht dr Doig“ setzt die SWR-Bäckerserie „Laible und Frisch“ fort, bei der sich en kloiner (aber digger) Handwerksbäcker en Kleinkrieg mit ma graoßa (aber dünna) Großbäcker liefert. Des isch echt amüsant g’macht. Trudel Wulle ond dr Walter Schultheiss spielat au mit. Des lohnt sich wirklich. Scho alloi wega de scheene Landschaftsaufnahma em Ermstal. Aber ihr miassat’r nore macha, denn i woiß net, wie lang der no lauft.

Bäcker send ja grad ohnehin en Mode. ’s geit jo kaum no gscheide Bäcka, wo richtg guade Brezla macha kennat. Die moischte send Filialischta, die en ihre Filiala irgendwelche tiefgfrorene, em Oschtural oder sonscht wo von orthodoxe Brezelteigherstellknetondschlingmaschina en a halbwegs unakzeptable Form brocht wordane Teiglinge ufbackat. Dia trauat sich ebbes! Des kätschige ond lommelige Laugazeug kasch et essa. Des schwäbische Nationalgebäck muss von Hand gschlunga werda.

Des Ergebnis isch dann a Brezel, mit scheene dünne reesche Ärmla, wo braiselet, wenn mr se abbeißt, ond an scheenr dicker Bauch mit hella Schlitzle ond gleichmäßig dromrom verdoilte Salzkörnla. Dia Brezel muaß reesch sei, net dalgig wie de moischte. Do kriegt’s jo der englische Thronfolger William ond sei Kate no scheenr na wie dia Maschinabrezla.

Es geit jo dreierloi Brezla em Land, die bei offizielle A’läss a’bota werdat: Badische send ganze Brezla mit Butter, schwäbische send halbe Brezla mit Butter. Ond dann geit’s no Stuegerter Brezla, dia em Rothaus g’reicht werdat, des send halbe Brezla ohne Butter.So hot onser verehrter langjähriger OB Manfred Rommel amol zur Brezel dichtet: „Des Schwaben Klugheit ist kein Rätsel. Die Lösung heißt: Die Laugenbrezel! Schon trocken gibt dem Hirn sie Kraft. Mit Butter wirkt sie fabelhaft. Erleuchtet mit der Weisheit Fackel, den Verstand vom größten Dackel!“

Bis näggschd Woch’ – lassat’s brezzla!

 

 

Ihr

Wulf Wager
kolumne@wulf-wager.de