Scho en dr Bibel stoht, dass dr Herrgott em Adam eine „Gehilfin“ gschaffa hot. Soweit die Theorie. Die Realität sieht leider andersch aus. Zumindescht bei mir ond bei älle meine Freind! A klois Beispiel: Sie kennat sicherlich die Situation, wemmr uf em Sofa sitzt ond zamma Fernsäh guckt. Oft isch’s jo so, dass jeder ebbes anders agucka will. I zom Beispiel an Krimi ond mein Frau an Rosamunde-Pilcher-Film. Domit isch eigentlich dr Konflikt scho programmiert. Sieger en dem häuslicha Kleinkrieg isch, wer die Fernbedienung in de Händ hot.

En über zwoi Jahrzehnte Ehe han i mir aber en Trick angeeignet., dr so en Obend onter Omständ friedlich verlaufa lässt: Ich gesteh meiner Frau zu, zu entscheida, was en dr Glotzkischt lauft. I woiß nämlich aus Erfahrung, dass se späteschtens noch femf Minuta eischloft. No wart i sicherheitshalber nomol drei Minuta ond no vrsuch i, ihra vorsichtig die Fernbedienung aus de Fenger zom nemma. Des ischt dr hoikelschte ond gefährlichschte Toil an dera Aktion. Schloft se nämlich no net fescht gnuag, isch dr Obend glaufa ond i muass mir wüschteschte Beschimpfunga gfalla lassa. Was mir denn eifalla dät, sie häb jo gar net g’schlofa, sondern bloß gschwend d’Auga zu gmacht.

Wenn i aber dr richtige Zeitpunkt verwisch, no kann i in aller Ruhe mein Krimi a’gucka. I derf mi halt nemme bewega, jo net uf’s Klo ganga ond net aufhöra, ihra d’Fiaß zum kraula, die auf meine Schenkel ruhat – sonscht wacht se auf, ond no isch hotta. Mir treibt’s no zwar manchmol schier d’ Träna en d’Auga, weil mir fascht d’ Blos platzt, aber i ka wenigschtens mein Krimi seha. Ja, mir Männer nemmat scho ebbes auf ons, bloß dass mr drhoim da Frieda hend. Passat auf: Wenn a Ma sagt, er häb drhoim d’Hosa a, dann missat ’r vorsichtig sei. Dem derfat ’r nex glauba, der liagt au sonscht ...

Bis näggschd Woch’

 

 

Ihr

Wulf Wager
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