I ben oft auf de Autobahna em Land ondrwegs. Meischtens han e’s eilig. Bei dene Fahrta gibt’s bloß ois, was mi meh aufregt als Sprinterfahrer die die linke Spur komplett für sich pachtet hend: Elefantarenna. Also, wenn Laschtwaga, weil se glaubat, dass se 2,5 Zentimenter en dr Stond schneller send als dr vorausfahrende Brummi zom Überhola a’setzat, ond die gesamte mobilisierte ond en Eile ondrwegs seiende Menschheit hendr ihne zom vollständiga Ausraschta brengat.

Neulich hot kurz hinter dr dänischa Grenz en eiliger kroatischer Laschtwaga mit leicht verdorbener Ware zom Überhola vo ma norwegische Fischtransporter a’gsetzt. Kurz hentr Kassel-Süd hot ’r scho die Vorderachs vom A’hänger gsäh und am Irschenberg, kurz hendr Müncha hot ’r dem Norweger en sei blondgeschopftes Gsicht gucka kenna.

Hendr ihm isch fascht auf dr ganza Strecke en weißer Porsche Chayenne gfahra. Bei Frankfurt allerdings, war der scho schwarz, weil onser Kroata-Laschtwaga – Feinstaub hin, Plakette her – no mit dem guada fetta Winterdiesel onderwegs war. Emmer wieder hend verzweifelte Familiavätter, dia an dene boide Laschtwage net vorbei komma send em Geschäft a’gruafa, weil ihr Urlaub vorbei war, ond sie emmer no uf dr Autobah’ henter dem Laschtwage warat. Dem kroatischa Laschtwagafahrer hot des ganze Ausmaß von seim Überholvorgang nix ausgmacht.

Die Hubschrauber, die über ihm kreist send, hend jo Decka ond warma Tee an die Leut in dene Autos hentr dene boide Laschtwaga vertoilt ...

 

 

Bis näggschd Woch’

Ihr Wulf Wager

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