Sodele, jetzt hemmr da Dreck. Des Verwaltungsgericht hot die Stadt drzua vrdonnert, Fahrverbote eizuführa, damit dr Feinstaubwert gsenkt wird. Abgesha dodrvo, dass den Wert irgend en Beamter noch Gutdünka feschtgsetzt hot, was an sich scho frogwürdig isch, send die Luftwerte en Stuegert seit 30 Johr emmer besser worda. Also was jetzt?

Dr graischt Abstauber isch seller Chef von dr Deutscha Umwelthilfe. Die Deutsche Umwelthilfe hot des letschte Johr prägt wie koi anderer. Drbei isch des en winzigwonziger Verei mit 300 Mitglieder (!), der immerhin 90(!!!) bezahlte Mitarbeiter ond an Millionaumsatz hot. Ha wie goht denn so ebbes? Ganz oifach. Des isch en Abmahnverei. Die mahnat reihum älle, die sich net ganz genau an die Vorschrifta haltat ab ond kassierat dodrfier en Haufa Geld. Femf Leit dort machat nix anders als Zeitungsazeiga agucka ond bloß druf warta, dass do ebbes dren stoht, was net net sei derf.

Sowas koscht no mol schnell 245 Euro ond im Wiederholungsfall 5000 Euro. Bevor mr sich do uf an Prozess eilässt, zahlt mr lieber – ond finanziert den saubera Herrn Resch. Mit 1265 Abmahnunga ond diverse Spenda erwirtschaftet des kloine Vereinle 2,3 Milliona. Net schlecht. Des isch aber net älles. Dia lebat au no von Spenda. Zom Beispiel, wenn Sie z’schnell fahrat ond a Bußgeld zahla miassat, no partizipiert die Deutsche Umwelthilfe drvo. Ond – von Spenda von dr Automobilinduschtrie. Zum Beispiel von Toyota. Was für a Wonder, dass die grad nemme auf da Diesel setzat, sondern meh Hybridfahrzeug baua wellat. „Nachtigall ick hör dir trapsen“.

Die deutsche Autobauer hend bschissa, ds isch klar ond dodrfier ghert ihne oina an d’ Gosch na. Aber doch älles mit Maß ond Ziel. Irgendwie isch jo schließlich die Automobilinduschtrie en Stuegert net ganz o’wichtig. Klar, die deutsche Automobilinduschtrie setzt auf da Diesel. Logisch, der lässt au weniger CO2, den Klimakiller Nr. 1 aus em Auspuff, während der Feinstaub hauptsächlich von Reifa- ond Bremsaabrieb kommt. Ond den lassat au Benziner und Euro 6-Diesel uf dr dr Stroß zrück – ond au Busse, Taxen ond Stroßabahna! Klar, die deutsche Automobilinduschtrie hot ihr Gschäftsmodell em Aug. Abr i fürcht, die Deutsche Umwelthilfe au. Au do ka i bloß saga, was mei Ähne äwwl gsait hot: „Ondr ällem isch Betrug, bloß ondr dr Milch isch Wasser!“ Sie missat mole die Satzung von dene lesa. Des hört sich älles guat a. Dass die sich aber mit Abmahnunga finanziera sollat, do stoht nix drvo dren.

I muaß jo vorsichtig sei, was i schreib, sonscht werd i au no vrklagt ... Leut, denkat doch amol an die Vrhältnismäßigkeit. 15, net 15 000 von de gröschte Schiff auf de Weltmeere blosat meh Dreck en d‘ Luft als dr gesamte Autovrkehr uf derra Welt. Ond die Deutsche Umwelthilfe moint, dass mr mit ma zeitweisa Vrbot von alte Dieselautos en dr Stadt d‘ Welt retta kennt? Es hot also koi Sinn, wenn Sia Ihren alta Diesel abschaffat ond drnoch uf Kreuzfahrt gangat. Au do ka i bloß mein Ähne zitiera: „Oh, Du liabs Herrgöttle vo Biberach, hend di d’ Mugga vrschissa.

Bis näggschd Woch’

 

 

Ihr

Wulf Wager
kolumne@wulf-wager.de