Jetzt hend jo onsere Volksvertreter en Berlin letscht Woch’ mit großer Mehrheit gega a Geschwindigkeitsbegrenzong uf de Autobahna gstimmt. Do frog i mi scho – worom? A Geschwindigkeitsbregrenzong dät – des isch wissenschaftlich erwiesa – zu weniger Schadstoffemissiona führa, ond es dät weniger Verkehrstote geba. Also wär des doch vernünftig, wenn mir als oinzigs Induschtrieland au a Gschwindigkeitsbegrenzong eiführa dädat.

Außerdem dät i mir nemme so bleed vorkomma, wenn i, der i scho meischtens ebbes schneller fahrt als vorgeba, dauernd von Autos überholt wird, die mindeschtens 40 km/h schneller fahrat, als erlaubt. Ach ja, die Autoinduschtrie, die jo grad so arg gebeutelt isch, dät weniger von den großmotorisierte Mirkopenisersatzautos vrkaufa. Des isch nadierlich a Argument. Schließlich sponsert die Autoinduschtrie au die Parteia im Bundestag.

Do derf mr sich’s jo net verscherza. Mit dem Abgasskandal ond dem Vrschlofa dr Entwicklung von alternative Antriebsforma isch die Autoinduschtrie jo scho zemlich plogt. Mir Deutsche machat lieber so komplizierte Sacha, wia a völlig unkontrollierbares Fahrverbot in de Innastädt, des letschtlich drzua führt, dass die Autos, die in denne Zona net fahra dirfat, drfier große Omweg fahra missat ond no me Feinstaub ond Abgas’ en d’ Luft blosat.

Oder mir stellat alle 300 Meter a Radarfalle en dr Innastadt auf. Em Omland gern au mobil – 20 Meter vor em Ortsausgangsschild, statt dass mr dia Raser uf dr Autobah amol ordentlich kontrolliera ond abkassiera dät. Do wärat die Einnahma bestimmt höher. Bei ons en Deutschland isch des Auto a Waffe. Je größer, desto gfährlicher.

Oder wann hend Sia amol erlebt, dass a Reißverschlussverfahra so klappt hot, wie des dia Stroßaverkehrsordnung vorsieht, ond net irgend en SUV oder Sportwaga sich kraft PS-Stärke „Vorfahrt“ erkämpft hot? Aber ’s gibt au höfliche Autofahrer: Geisterfahrer. Die send emmer so entgegakommend ...

 

Bis näggschd Woch’

 

Ihr

Wulf Wager

 

kolumne@wulf-wager.de