Dui Welt wär viel besser, wenn d’ Leut liebevoller mitanandr omganga dädat. Stellat Se sich amol vor, dr Dschordsch Dabblju Bush hätt sellamols da Sadam Hussein en da Arm gnomma ond a baar mol ibr seine schwarze Hoor gstreichelt ond am Schnauzer zupft. No wär de Irakis on de Amis viel Kummer ond Trauer erspart blieba.

Liebe isch ’s Oinzige was wirklich neamerd schadet. Deshalb sott ma soviel ond so intensiv lieba, wie ’s bloß goht. – Außer en ma Bad en dr Region, wo i da Nama ond da Ort net vrrota derf. Do isch ’s Lieba verbodda.

Zumindescht dann, wenn ma es so „o’scheniert auf dr Liegewiese treibt“, wie ’s em Polizeibericht gstanda ischt. Do hot ’s a jongs Pärle net verwarta kenna ond hot sich munter ondrm Handtuch kopulierend von dene viele andere Badegäscht net irritiera lassa. Dem lieblosa Bademeischter hot des net gfalla ond deshalb d’ Bolezei ei’bstellt. Die hend des leicht a’tronkene Pärle „trennt“ – also da Gockl von dr Henn glupft. Jetzt kriagat die boide a A’zeig wega „Erregung öffentlichen Ärgernisses“.

I fend des net en Ordnung. Was dia Bolezischda gmacht hend isch en meine Auga „Öffentliche Verärgerung der Erregung“! Lassat dia Leut sich doch lieba, om Gottes Willa. Dr Herrgott hot doch selber gsait „Gehet hin und mehret euch!“

Ond an anderer Stelle hoißt ’s‚ „Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen“. Ond jetzt kommat die Staatshüter on lupfat den Kerle oifach von dem Mädle ra. Was erlaubat sich die Bolezischda? Schließlich brauchat mir meh Kender.

Des isch ’s Oinzige, was onser Zukunft retta ka: meh Kendr! Des, ond bloß des ka onser Rentaproblem auf Dauer lösa. Also Leutla, liebat Euch. Bloß halt net en sellem Bad...


Bis näggschd Woch’


Ihr
Wulf Wager


kolumne@wulf-wager.de