Manchmol häng i nostalgische Gedanka noch. I erinnere mi dann dodra, dass mir als Kendr frieher draußa gespielt hend. Noch em Mittagessa semmr em Wald vrschwonda, ond wenn’s donkl worda isch, hot d’ Muadr zur Haustür nausgschria, dass mr hoimkomma soll.

Ond no semmr hoimgrennt. Fernsäh-Glotza war net a’gsagt, denn erschtens hend mir erscht en schwarz-weiß-Fernsäher kriagt, da war i scho en dr weiterführenda Schual, ond zwoitens hot’s Programm sowieso erscht om femfe a’gfanga. Zur Auswahl hemmr genau drei Programme ghet. Irgendwie hot des au glangt. Mit dr sonderbara Vermehrong von de Fernsähprogramme isch doch bloß inhaltlicher Müll drzuakomma.

Ond wenn i so in meine noschtalgische Gedanka gfanga ben, durch d‘ Stadt lauf ond vrsuach, de Leut freindlich en d’ Auga zom gucka ond a bissle Kontakt aufzomnehma, scheitre i regelmäßig dra, weil die Leut dauernd bloß uf ihre Smartfons glotzat.

Die erschte O’fäll send jo scho bassiert, weil d’ Leut deshalb reihaweis auf Laternapfähl laufat, en Bronna haglat, oder von Autos über da Haufa gfahra werdat, bloß weil se uf’s Händy glotzat. Eigentlich müsst wia auf de Zigarettaschachtla uf jedem Smartfon an Warnhinweis bäppa: Smartphones fügen dem Sozialleben erheblichen Schaden zu. Aber es gibt au an positiva Aschpekt an dem Boom: Smartpfons schaffat, was Generationa von Fraua net gschafft hend, dass sich Männer beim Pinkla nasetzat.

Jetzt isch ma Tübinger Ärzteteam a Sensazzio gelunga: Dia hend en ra femfstündiga Operatio en Teenager von seim Smartfon trennt.... Übrigens: in aller Welt hoißat Smartphones Cells, oder Cellular-Phones. Bloß en Deitschland hoißat se Händy. Des hot en Schwob erfonda. Wo der nämlich ’s erschte Händy gseah hot, hot der gfrogt: „Hän di koi Kabel?“ Den vrschwommana Rand om’s Smartfon rom nennt mr ibrigens „Läba“!

 

 

Bis näggschd Woch’

 

Ihr Wulf Wager

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