Des sen amol guade Nochrichda. Des statistische Bundesamt hot ermittelt, wo dia Menscha am äldeschda werdat. Ond – wer hät’s denkt – mir schaffige Schwoba werdat am äldeschda von älle Deutsche. On des, obwohl mr soviel schaffat, gruablat ond ons plogat. Aber mir verstandet halt au zom feira. On der mäßige Genuss von Trollinger (also vier bis sechs Viertela am Obend) ond würzigem schwäbischa Bier, macht ons oifach resischtent gega so manche Zivilisationserkrankung ond jedwede Art von Virus- und Bakteriaerkrankonga.

Die kürzeschte Lebenserwartong hend übrigens die Mecklenburg-Vorpommerer. Guad, des isch net so schlemm, denn dort geit‘s jo kaum no Leit, weil die älle em Weschta lebat. Drfier hend se scheene leere Autobahna... Also Leitla, bleibat no do, sonscht sterbat ‘r z‘ bald. Aber es isch emmr no so, dass d’ Fraua älder werdat wia d’Männer. Ond des fend i gemein. Bei dr Hochzeit schwört mr sich jo „ ..bis dass der Tod euch scheidet!“ Was aber, wenn dr Tod net rechtzeitig ei’tritt? No muasch de ondr Omständ lang ploga.

Mei Nochber hot des jetzt ganz elegant g’löst. Er isch mit seira propera Frau – ihr wissat jo, des 150-Kilo-Prachtsweib – zur Silberhochzeit noch Auschtralia gfloga. Wo er mir des vrzehlt hot, war i nadierlich scho saumäßig erstaunt ond han en gfrogt, wo er no zur Goldana Hochzeit nafahra dät, des könnt mr jo kaum no überbieta. Dodruf hot der ganz abgschlaga gsagt: „No fahr i wieder noch Auschtralia ond hol se wieder ab!“

So ka mr’s nadierlich au macha. Oder mr schickt sei Weib noch Mecklenburg-Vorpommern ...

Bis näggschd Woch’

Ihr

Wulf Wager
kolumne@wulf-wager.de