Mei Nochbere – Sia wissat jo, des propere 150-Kilo-Prachtsweib – hot letscht Woch d’ Moler bschdellt. Noch 30 Johr hot se’s für naidich ghalta, dass se ihr Haus amol wieder a’mola lässt. Weil mir ons eigentlich guat vrstandat, hend mir koin Zau zwischa onsere Grondstück, ond mei automatischer Rasamäher mäht au meira Nochbere ihren Rasa mit. No han i em Urlaub a Fehlermeldung von dem Mäher auf mei Händy kriagt. Wia i wieder hoimkomma be, hane gsäh, dass derra ihr Haus rondrom eigrüschtet gwäa isch, ond mei Rasamäher hot sich an dem Grüscht feschtghokt ghet.

Soweit so guat. Tags druf send dia Moler komma. Am hella Morga om Siebane!!! Des isch koi Zeit zom Aufstanda für Kreative, do dreh i mi normalerweis no zwoimol rom. Jetzt hend dia Moler a Jessespalaver drussa vra’staltet ond hend sich vom letztschta Fuaßballtraining vrzehlt ond Gottwoißnet was. An Schlof war nemme zom denka. So isch’s a ganze Woch ganga. Mir hot dr Schlof gfehlt. I han so dicke Tränasäck ond so a bloich’s Gsicht g’het, dass meine Kamerada mi gfrogt hend, ob i Urlaub in Guantanamo gmacht häb.

Dr fehlende Schlof war net so schlemm wia die Dauerberieselong durch a wahnsinnig laut’s Baustellaradio mit ma volksdümmlicha Seniorasender. Ond weil die Kerle jo oms ganze Haus rom gschafft hend, hot mr des Folterradio au uf dr andera Seit vom Haus no höra miassa. Also hend se’s no lauter gschdellt. I han koin klara Gedanka vor lauter Andreas Gabalier, Andrea Berg, Roland Kaiser ond andere Untote meh zsamma brocht. Jeder ka jo höra was ’r will, aber Zwangsbeschallung verstößt ei’deutig gega die Genfer Konvention.

Weil aber letscht Woch schlecht Wetter gwäa isch, hend se des Grüscht komplett in Plaschtiggfolie eigwickelt wie dr Chrischto sellamols am Berliner Reichstag, damit jo koin Reaga ihr Arbet v’rhonzt. Ond weil des Plaschdigghausverhüterli nadierlich au Schall gschluckt hot, hend se des Bauschdellaradio no lauter gmacht. Mittlerweile han i mi aber so an die „Musik“ gwöhnt, dass i jetzt, wo dia Moler noch ra Woch’ wieder abzoga send, garnemme schlofa ka, weil ’s so ruhig ischt...

Bis näggschd Woch’


Ihr
Wulf Wager


kolumne@wulf-wager.de