Oh Alkohol, oh Alkohol, dass Du mein Feind biscNet soviel trenka!ht, woiß i wohl. Doch en dr Bibel stoht geschrieba: Du sollsch au Deine Feinde lieba!“ Zurzeit send jo en jedem Flecka Feschtla. Oi Hockatse löst die ander ab.

Jedes Wochenende kenntescht, wenn de welltescht, am Freitag, Samschtig ond Sonntig en jessas Rausch hoimschloifa. Mei Nochbr isch a xelliger Mensch ond goht gern auf d’ Feschter.

Neulich war ‘r em Nochbrflecka bei so ra Hocketse. ’s Auto hot ’r stau lau ond isch mit seim alda Hond nommgloffa. Verantwortungsbewusst isch’r jo. Dort hot em ’s Bier aber deratig geschmeckt, dass ’r mit ama Jenseitszacka om halb zwoi en dr Nacht da Hoimweg a’tretta hot.

Der hot gschwankt wie a alde abgetakelte Fregatte bei Orkan. Getreu dem Motto „Wer schwankt hot mehr vom Weg“, hot ’r die volle Breite von dr Stroß ausgnützt ond isch emmer wieder ama Haus hanga blieba. Heut no sieht mr die Bluatspura an de Häuser, die von seine Ellaboga stammat.

Onderwegs hot ganz dringend bronza miassa. Also hot ’r am Wegrand sein Zäbbedäus auspackt ond ’s Bier en Landschaft laufa lassa. Leider hot ’r überseha, dass er genau auf en elektrischa Schafweidezaun pinkelt hot, durch den älle paar Sekonda leichte Stromschläg laufat.

Beim erschte Schlag isch’r so verschrocka, dass ’r en den Zaun neighagelt isch ond sich mitsamt seim arme alda Hond vollkomma dren verwickelt hot. Hätt der net bellt ond wär net dr Schäfer grad zufällig en dr Nähe gwea, ond hätt die zwoi erlöst, no hätt der arme Siach ond sei Hond die ganz Nacht oin Stromschlag am andera kriagt.

Also Leutla, trenkat net so viel oder verhebat’s biesla bis Drhoim.

Bis näggschd Woch’

 

Ihr

Wulf Wager

 

kolumne@wulf-wager.de