Onser Sproch wird emmer meh von englische Einwanderungswörter unterwandert. Onser ehemaliger Minischterpräsident ond EU-Kommissar hot gar g’sagt, dass Englisch künftig die Umgangssproch sei muass ond Deutsch bloß no en dr Familie g’schwätzt wird. Ha no, wo bleibt denn do ’s Schwäbisch? Des sait ausg’rechnet der, bei dem mr bei jedem Wort hört, dass ’r en Ditzenga drhoim ischt, on do au’s Verhasplerlesschnellschwätza g’lernt hot. Onser jetztiger MP drgega hat sogar en Dialektgipfel eiberufa ond sich drgega gwehrt, dass Dialektsprecher diskriminiert werdat. Mir werdat net bloß diskriminiert, mir werdat vor allem von englischer Werbung iberschwemmt ond ibrfordert.

D’ Werbung benützt emmer mehr englische Slogans (ups, jetzt isch mr’s au passiert!), die aber die meischte Leut’ gar net verstandat. Do wirbt zum Beispiel a Parfümeriekette: „Come in and find out“. Ja, was soll den des hoißa: Komm rei ond fend wieder raus? Neulich hot mei Nochbere, wo se für ’d Konfirmatio von ihrem Bua ’s Essa bestellt hot, zu mir gsait: Catering fend sui wirklich a überflüssigs englischs Wort. Sie sag des lieber Schwäbisch: Partyservice!

Guad, manche Wörter ka ma sich em Schwäbischa fascht nemme vorstella. Zoma „Shake“ dät i gwieß net Schüttelxöff saga. Ond zu „Fastfood“ au net Schnellfressa, obwohl ’s passa dät. Mei Altpapier schmeiß i en da „Container“ ond net en a Blechgroßkischt. Ond en „Jogginghosa“ g’fall i mir oifach besser, als en Dauerlaufhosa, obwohl’s sicher genauso sportlich isch. Bei ra „Happy Hour“ trink i eigentlich au liabr, als bei ’ra lustiga Stond. Aber warom mr zoma „Event“ net au Vera’staltong ond zu ra „Air-Condition“ nemme Klimaa’lag saga ka, des verstand i net. I gang au viel liebr Eikaufa, als „shoppen“ ond bei ra Sitzung ka i mi oifach besser artikuliera, wia bei ma Meeting.

Ma ka jo amol afanga ond dia ganze aus em Englischa ei’gschleppte Unwörter versucha eizuschwäbla. No wird aus ra „homepage“ a Hoimat-seit’ ond aus „Reality-TV“ a Wirklichkeitsfernsäh. Ha, des dät mr gfalla, wenn i em Fernsäh’ nemme a’gloga werda dät.

Des fänd i echt kühl!

 

Bis näggschd Woch’

Ihr

Wulf Wager


kolumne@wulf-wager.de