Männer, die behauptat, sie hättat drhoim d‘Hosa a – dene derf mr net traua, denn dia lügat au sonscht! Bei ons drhoim isch‘s halt so wie ibrall: mei Frau hot ‘s Saga. Jetzt verlangt se von mir, i soll gefälligscht beim Bronza nasitza. Mei Lieberle, des kratzt ganz schee am Selbschtwertgefühl. Jetzt ben i über vierzig Johr beim Pinkla g’standa, ond jetzt plötzlich soll i nasitza. Guat, der verroschtete Heizkörper neba dr Schissl sieht wirklich net gut aus. Trotzdem han e meiner Frau versucht klar zu macha, dass des Sitzpinkla koi emanzipatorisches, sondern a anatomisches Problem isch.

Wenn en Mann nämlich auf em Klo sitzt, bleibt zwischa seim edelschta Teil ond em Brillarand bloß a Muggaseggele (hochdeutsch: ein klitzekleiner Fliegenpenis) Platz. Wenn de jetzt an richtiga Druck druf hoscht, no pflätschrats genau zwischa Klobrill und Beckarand durch. Ja, ond des soll womöglich besser sei?

I glaub, des isch bloß dr Neid der Besitzlosen. Des hot scho dr alte Siegmund Freud selig erkannt. Neulich ben i em Zug g’fahra ond han bei ra Diskussion zughört. Drei Reisende hend über die Dialekte Deutschlands sinniert. Sofort waret se sich drüber einig, dass des Berlinerische der schönste unter de deutsche Dialekt sei. Beim hässlichsten Dialekt send se schnell auf des Sächsische komma. Allerdings beim bilderreichsten, blumigsten Dialekt, bei der Sprache also, die für ein und dieselbe Tätigkeit die meisten Begriffe kennt, send die Reisende auf koin grüna Zweig komma.

No semmr en Bahnhof eig’fahra. Draußa auf em Bahnsteig war a mords G’schroi. Do hot en Betrunkener an den Eisenbahnwagen napinkelt ond isch vom Schaffner zamma staucht worda: „Was urinieret Sie an den Waga na, des isch doch koi Platz zom Harna. Wenn Sie pinkla miassat, no gangat Se do na, wo ander Leut au ihr Wasser abschlagat. Do kennat se zinsla ond brinsla, so lang se wellat, aber net die Eisabahwäga verbronza, Sia Schiffbeitl, Sia versaichter, so was gibt’s bei der Eisabah net!“ Damit war klar, dass einzig und allein Schwäbisch der bilderreichste und blumigste Dialekt Deutschlands isch. Des Fazit ischt oifach, dass es die Männer heitz’tag oifach net oifach hend mit ihrem kleina Ma.

 

 

Bis näggschd Woch’


Ihr

Wulf Wager
kolumne@wulf-wager.de