Net, dass mir ons falsch vrstandat – i ben absolut für d’ Gleichberechtigung in älle mögliche Bereiche von onserer Gsellschaft. Do gibt’s no en ganza Haufa zom do. Ond do hätt die Gleichstellongsbeauftragte von der Bundesregierung a weites Feld zom beackra. Stattdessen macht se so bleedsinnige Vorschläg, wie dass mr onser Nationalhymne ändra, von „Vaterland“ in „Heimatland“ ond von „brüderlich“ in „couragiert“. Leut, des isch a Hymne aus em 19. Jahrhondert, dia hot en gschichtlicha Hintergrond, weil dr Hoffmann von Fallersleben sich domols 1841 a geeintes Deutschland gwünscht hot, statt lauter kleinterritoriale Fürschtatümer.

Brüderlich isch doch nix Negativs, was Fraua ausschließa dät. Vrsuchat doch amol de Franzosa ihr „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ zom nemma, oder dr Kirch ihr „Vaterunser“! Treibat mr den Tschenderwahn amol uf d‘ Spitze. Warom hend Schrauba koin Vaddr, sondern bloß a Mutter? Ond was isch mit ra Schreckschraub? Isch a selbschtsichernde Mutter no a Alleinerziehende? Derf an ra Mutter überhaupt no romgschraubt werda? Ond was isch, wenn a Mutter überdreht isch? Oder hot do vielleicht bloß oine a Schraub locker, doba z'Berlin? Zumindescht will die onser Muttersproch verhonza. Ond was isch mit dem neu zuglassana dritta Geschlecht? Wie kommt des zur Geltung?

Ond was wird tschenderlaik aus der Mutter Erde? Etwas Dreck? Was isch mit em Mutterboda, was mit em Mutterkucha, was mit em Mutterschiff on dem Mutterkonzern? Die Gleichstellongsbeauftragte hot jedenfalls koin Mutterwitz. Vielleicht hot dia Mutter bloß a Schraub locker.... Leut, des send Thema, mit dene sich onsere Politiker und die Horda von Beamte, die mir zahlat, in de näggschde Johr dringend beschäftiga sottat. Mir hend jo sonscht koine Problem...

I seng jedenfalls weiterhin „Vaterland“ ond „brüderlich“ – am liabschta am Muttertag!

 

Bis näggschd Woch’

 

 

Ihr Wulf Wager


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