Eigentlich isch mei Nochbere – Sie wissat jo, des propere 150-Kilo-Prachtsweib a Wei’trinkere. Aber auf em Cannstatter Volksfescht muaß mr nadierlich Bier trenka. Ihr Arzt hot gsagt, dass dr Genuss von 6 Bier täglich da Vitamin-C-Bedarf von ma erwachsena Schwoba komplett decka dät.

Sie verträgt Bier aber net wirklich – zumindescht net in größere Menga. Biertrenka hot bei ihra verheerende Folga. Sia, ond net bloß sia, sondern älle ihre Mitmenscha leidat no an ihrer Flatulenz (von lat. flatus „Wind“). Ihra treibt ’s von Bier da Ranza derartig auf, dass’ nemme feierlich isch ond sie au wega ihrem Gwicht ma schwangera Pottwal gleich kommt.

In dene Feschtzelt isch’s jo egal, wenn mr oin kracha lässt. Do isch’s so laut ond do riecht’s so vielseitig, dass so a Bier-Fürzle net auffällt. Aber drhoim dann, en dr Nacht, em Schlofzimmer ... auweh! Mei armer Nochbr. Überlegat se sich amol, wenn 4 Milliona Besucher vom Cannstatter Volksfescht die gleiche furchtbare Auswirkunga kriagat wia i, wia klimaschädigend des wär?

D’ Greta dät durchdreha. Scho alloi, weil em Bier jo au CO2 isch. Do wird jo Kohladioxid ond Schwefelwasserstoff en d’ Atmosphäre blosa, dass sich scho alloi vom Volksfescht onser Erde om mindeschtens zwoi Grad erwärmt. Ha des goht doch net.

Jetzt mach i mir scho dia ganz Zeit Gedanka, wia mr die gasförmige Verdauungsendprodukte sammla ond ra Biogasa’lag zuführa könnt. Nochdem die Schwoba des erfindungsreichschte Völkle auf dr Welt send, sottat mr doch des Problem lösa kenna. Hot oiner a Idee?

Bis näggschd Woch’

 

Ihr

Wulf Wager

 

kolumne@wulf-wager.de